Antragsgrün 3.6: Bessere Live-Diskussion

Das bei Jugendorganisationen mittlerweile häufig eingesetzte „Antragsgrün“ ist einer neuen Version 3.6.0 erschienen. Gerade für die gemeinsame Bearbeitung und Visualisierung von Anträgen und Texten bei Gremien oder Konferenzen finden sich in dieser Version hilfreiche Verbesserungen.

Weniger Konflikte, einfachere Diskussion
Mehrere überschneidende Änderungsvorschläge werden im Visualisierungsmodus übersichtlicher dargestellt. (Den Visualisierungsmodus erreicht ihr als Admins über „Änderungen einpflegen“.) Auch können Admins nun den Originaltext bearbeiten, ohne bestehende Änderungsanträge zu korrumpieren. Wenn es durch die Bearbeitung zu Konflikten mit bestehenden Änderungsanträgen kommen würde, können sie manuell aufgelöst werden.
Als ersten Schritt zu weniger konfligierenden Änderungsvorschlägen ist es nun auch möglich, dass Admins einen Änderungsantrag in den Originalantrag übernehmen und daraus eine neue Basisversion erstellen. Der ursprüngliche Textentwurf und der separat eingetragene Änderungsvorschlag verbleiben im System und können zum späteren Vergleich weiterhin aufgerufen werden. Auch hier gilt: Wenn es durch die Bearbeitung zu Konflikten mit weiteren bestehenden Änderungsanträgen kommen würde, können sie manuell aufgelöst werden.
Rechtzeitig für eine Live-Antragsberatung oder am Ende der Eingangsfrist können Textentwürfe/Anträge für weitere schriftlich eingehende Änderungsvorschläge gesperrt werden: Zu spät eingereichte Änderungen können somit künftig nicht mehr geschehen (oder übersehen werden).
Wenn Anträge/Textenwürfe oder Änderungsvorschläge eingetragen werden, werden Admins nun automatisch per eMail informiert. Die Neuigkeiten werden natürlich auch weiterhin in der ToDo-Liste im Backend angezeigt. Auch werden weniger Klicks benötigt: Antragsgrün zeigt bereits durch ein Pop-Over den Inhalt von Änderungsanträgen im Backend an.

Inhalte komfortabel exportieren
In Sammel-PDFs beginnt die Seitennummerierung nun bei jedem Antrag/ Textentwurf neu. Im Backend können nun Anträge mitsamt aller Änderungen als Sammel-PDF exportiert werden. Weitere Verbesserungen wurden auch beim OpenDocument-Export vorgenommen.
Der Export zu OpenSlides 2.1 oder neuer wird nun unterstützt: OpenSlides ist ein freies, webbasiertes Präsentations- und Versammlungssystem zur Verwaltung und Projizierung von Tagesordnungen, Anträgen und Wahlen einer Versammlung, ist aber bei der Antragsvisualisierung Antragsgrün deutlich unterlegen.

Installieren auch für kleine Webhostings leicht gemacht
Die für kleinere Webhosting-Pakete schon angepasste Version könnt ihr direkt unter https://www.hoessl.eu/antragsgruen/antragsgruen-3.6.0.tar.bz2 herunterladen. Die Variante für den eigenen, „richtigen“ Server gibt es wie immer direkt bei Github unter https://github.com/CatoTH/antragsgruen.

Bei dieser Gelegenheit wollen wir euch gerne ans Herz legen, auf eurem Webhosting zu überprüfen, ob PHP in der aktuellen Version 7.x zum Einsatz kommt. Unter älteren PHP-Versionen können Fehler auftreten – und 5.5 oder älter wird auch nicht mehr mit Sicherheitsupdates unterstützt. Euer Provider hat sicher bereits die Version 7.x einsatzbereit geschaltet.

Weitere Änderungen zu dieser Version und künftige Aktualisierungen erfährt man immer ganz aktuell auf Github in der Entwicklungshistorie: https://github.com/CatoTH/antragsgruen/blob/v3/History.md.

Barcamptools.eu mit neuem Ticketmodus

Unsere Software zum Organisieren von Barcamps und ähnlichen Veranstaltungen hat einen „Ticketmodus“ bekommen. Damit können sich Teilnehmende nicht nur für einzelne Teil-Events anmelden, sondern auch für ganze Camps/Veranstaltungen. Als Organisator*in könnt ihr unterschiedliche Tickets anbieten, so dass verschiedene Zielgruppen angesprochen werden können.
 
Neu verfügbar sind auch Einstellungen für eigene AGB und Stornierungsregelungen.
 
Eine ausführliche Beschreibung der neuen Funktionen findet ihr demnächst auch unter http://blog.barcamptools.eu. Die zugrundeliegende Software „Camper“ wird als OpenSource-Software entwickelt und kann frei über Github bezogen werden (https://github.com/comlounge/camper).
 
Wie bei allen größeren Umbauten können noch Fehler auftreten. Wir freuen uns über euer Feedback!

DBJR_Antrag und Antragsgrün 2017

In wenigen Tagen erscheint mit Version 3.6.0 das erste Release von Antragsgrün im Jahr 2017: Ein guter Zeitpunkt also, um sich über die weiteren Entwicklungsziele für das laufende Jahr Gedanken zu machen. Der DBJR ist bei der Entwicklung von Antragsgrün nicht federführend, sondern beteiligt sich durch intensives Testen, Verbesserungsvorschläge und finanzielle Ressourcen. Unser Ziel ist es, das ursprünglich für Parteien erdachte Antragsgrün für Einsatzzwecke bei Jugendverbänden oder anderen NGOs immer nützlicher zu machen. Vor wenigen Tagen trafen wir uns mit dem Hauptentwickler Tobias Hößl und berieten die Entwicklungsschwerpunkte, die wir im Jahr 2017 setzen wollen.

Anders als es der Name „Antragsgrün“ suggeriert, umfassen die Möglichkeiten des Tools deutlich mehr als nur den Einsatz für „Antragsberatung“.

Übersichtlicher diskutieren durch Ausschöpfung digitaler Möglichkeiten

Seitdem der DBJR sich in die Entwicklung von Antragsgrün einbringt, lag bei uns der Schwerpunkt in der Verbindung von Online- und Offlineprozessen: Antragsgrün sollte die übersichtliche Erarbeitung von Texten ermöglichen und dies zugleich für reine Onlineprozesse wie auch eine Beratung und Diskussion auf einem Live-Treffen unterstützen: Der Visualisierungsmodus („Änderungsanträge einpflegen“) kam damit hinzu. Dank des Antragtools zeigte sich in Arbeitsgruppen und Gremien, dass sich die Notwendigkeit verringerte, Diskussionspapiere und ihre Änderungsvorschläge jeweils auf Papier zu verteilen. Zugleich erhöhte sich damit auch die Geschwindigkeit fürs Einbringen von neuen Ideen und Vorschlägen deutlich. Die größere Transparenz wiederum brachte Antragsgrün an seine Grenzen: Mehrere Vorschläge, die sich alle auf dieselbe Textstelle beziehen, sind im Tool kaum mehr darstellbar. Dieses Problem ist zwar auch bei zahlreichen Änderungsvorschlägen in Papierentwürfen altbekannt, jedoch zeigt sich durch die höhere Präsenz eines Onlineverfahrens das Problem in noch drastischerer Weise. Zugleich wurde die Verwirrung von Teilnehmenden bei komplexen Diskussionen durch eine weitere, noch bestehende technische Limitierung von Antragsgrün verstärkt: Der aktuelle Diskussionsstand einer Live-Beratung kann nur durch den administrativen Visualisierungszugang verfolgt werden. Hier ist Antragsgrün also noch nicht über die Beschränkungen der früheren Papierform hinausgewachsen.

Als Entwicklungsziele für 2017 haben wir uns daher vor allem vorgenommen, dass die Darstellung komplexer Diskussionsstränge für Teilnehmende schneller erfassbar gemacht werden soll. Die digitalen Möglichkeiten können hier also noch deutlich stärker ausgeschöpft werden.

Unnötige Komplexität aus Diskussionen herausnehmen

Als ersten Schritt, um die Textberatung zu vereinfachen, wollen wir eine Funktion integrieren, die es ermöglicht unstrittige Änderungsvorschläge oder redaktionelle Änderungen schon vorab direkt zu übernehmen. In Gremiensitzungen gäbe dies Originalantragstellenden die Möglichkeit manche Diskussion zu verkürzen und mögliche kollidierende Vorschläge zum gleichen Textabschnitt später zu vermeiden.
Konzeptionell ist die Herausforderung dabei, zu verhindern, dass sich mit der Übernahme einer Änderung andere Änderungsvorschläge nicht mehr im Text verorten könnten. Der Umgang mit solchen Fällen kann keine Software lösen, da es sich um inhaltliche Abwägungen handelt.

Kollidierende Änderungen sollen in der Visualisierungsansicht übersichtlicher dargestellt werden. Erste Schritte hierfür sind bereits umgesetzt: Die Kollisionen werden nun neu optisch durch eine feine Linie am Anfang und Ende vom Resttext abgehoben. Ein kurzer Texthinweis zum Anfang/Ende wird noch ergänzt werden, damit die fraglichen Stellen wirklich klar abzugrenzen.
Häufig zu Verwirrungen führte auch das Verschieben von ganzen Textabschnitten. Während ein Mensch ein Verschieben aus inhaltlichen Gründen klar nachvollziehen kann, entspricht das Verschieben aus Softwareperspektive lediglich einem Entfernen und einer Neueinfügung an einer anderen Stelle. Hier wollen wir noch an Konzepten arbeiten, damit Antragsgrün eine Verschiebung als solche erkennt und damit entsprechend umgehen kann.

Sich selbst schneller informieren können

Anders als bei papiergebundenen Textentwürfen könnte ein digitales Werkzeug Veränderungen nahezu ohne Verzögerung zur Verfügung stellen. Um dem Informationsbedürfnis der Diskutierenden besser zu entsprechen, sollen auch die Teilnehmenden künftig einen Lesezugriff auf die bestehende „Änderungen einpflegen“-Ansicht bekommen.
Hierzu wird Antragsgrün voraussichtlich in kurzen Abständen den aktuelle Diskussionsstand zwischenspeichern und allgemein verfügbar machen. Diese Funktion hat noch einen angenehmen Nebeneffekt: Bisher erlaubte Antragsgrün nur einen Durchgang zur Live-Diskussion. Das Abspeichern aus der Visualisierungsansicht hatte bisher zur Konsequenz, dass Änderungsanträge nicht mehr sichtbar waren. Durch die Weiterentwicklung werden künftig auch mehrere Lesungen/Behandlungsrunden eines Textentwurfs und seiner Änderungsvorschläge möglich.

Weitere Veränderungen

An vielen Stellen in Antragsgrün werden weitere Verbesserungen vorgenommen werden, um die gemeinsame Texterarbeitung und -diskussion komfortabler zu machen. Neben hilfreichen Benachrichtigungen bei zeitkritischen Fragen (Änderungen verfolgen) innerhalb des Prozesses ist Antragsgrün durch neue Import- und Exportfunktionen (z.B. OpenSlides) immer besser auch auf den gesamten Workflow vorbereitet.

Das Feedback von Nutzenden ist bei der Entwicklung sehr hilfreich. Wir bringen eure Kritikpunkte, Vorschläge und Ideen gerne in die weitere Entwicklungsplanung mit ein.

 

Wollen Sie nicht, dass diese Atombombe gezündet wird? Ja / Nein.

Zugegeben, das Beispiel aus der Überschrift ist etwas weit hergeholt. Aber es verdeutlicht die Herausforderungen bei der Entwicklung gut verständlicher Nutzerführung: Schneller als man denkt, hat man bei solchen Formulierungen die falsche Option angeklickt.

Auch im ePartool finden sich noch einige Funktionen, die verwirrend formuliert sind: Auswahlmöglichkeiten wie „Artikel noch nicht veröffentlichen: ja/nein“ oder „Zeige kein vollständiges Datum: ja/nein“ sind gerade durch die doppelte Verneinung sehr fehleranfällig. Dieses Problem betrifft nicht nur die Nutzer_innen, sondern auch alle, die an der Programmentwicklung arbeiten.

Zudem funktionieren die deutsche und die englische Sprache hier unterschiedlich – im Deutschen würde man auf die Frage „Du arbeitest am Samstag nicht, oder?“ ein „Nein, ich arbeite nicht“ antworten, im Englischen hingegen ein „Yes (I agree), ich arbeite nicht“.

In Vorbereitung auf die weiteren Sprachversionen des ePartool durchkämmen wir derzeit die Programmierung und Datenbankdefinitionen auf solche Stolperfallen.

Work in Progress: ePartool in Version 4.1.2 erschienen

Das erste Release im neuen Jahr kommt mit einem umfangreichen Entwicklungslog von 85 erledigten Aufgaben: Es gibt Neues sowohl für die Nutzer_innen wie auch unter der Haube.

Der Großteil der Entwicklungsarbeit an dieser Version beinhaltet Verbesserungen, damit das ePartool auch langfristig einsetzbar bleibt. Dies umfasst Dinge wie verbesserte PHP 7-Unterstützung, erweiterter Unicode-Raum, Beginn des allmählichen Abschieds vom ZEND-Framework, Follow-up-Handling bei über 9999 Beiträgen und mehr Schutz vor unvorhergesehen Zuständen im System.

Was es sichtbar Neues gibt

Abstimmungsergebnisse verlinken nun individuell zur Zeitleiste eines Beitrags, falls eine Reaktion oder Wirkung zum Beitrag existiert. Bisher verlinkten die Abstimmungsergebnisse auf die ursprünglichen Beitragsseiten, was für Besucher_innen wenig Nutzen brachte. Die optische Lösung entspricht noch nicht 100%ig unseren Vorstellungen: Der notwendige Kompromiss für eine funktionierende Lösung sowohl für Maus wie auch für Touchbedienung ist vorläufig und beachtet, dass man auf Tablets und Smartphones kaum Möglichkeiten wie ein Mouseover am Desktop hat – gerne könnt ihr uns eure Verbesserungsvorschläge mitteilen.

Bildschirmfoto Gruppengrößen

Für jede Beteiligungsrunde können Gruppengrößen nun individuell eingestellt werden.

 

Das automatisches Erkennen/Verarbeiten von Videobeiträgen wurde verbessert: Es werden mehr Fälle abgefangen, wie die Videolinks von den Nutzer_innen eingetragen werden und dann weiterhin korrekt eingebettet werden können (verschiedene Adressierung derselben Inhalte wie www.youtube.com, m.youtube.com, mit und ohne https, mit und ohne www usw.)

Das ePartool ist flexibler geworden und erlaubt es künftig für jede Beteiligungsrunde  Altersgruppen und Gruppengrößen spezifisch anzupassen. Standardmäßig eingestellt sind die bisherigen Gruppen.

Das Abstimmungsmodul wurde ebenfalls weiter auf die unterschiedlichen Einsatzzwecke optimiert: Zu Abstimmungen kann die Wahlmöglichkeit »Keine Meinung« künftig ein- und ausgeschaltet werden.

Die Hilfefunktion ist auf mehr Seiten im Redaktionsbereich verfügbar (aber noch nicht mit Inhalten gefüllt) und der Editor für die Hilfeseiten wurde übersichtlicher gestaltet. Hilfreich ist auch die neue Statusanzeige, die Auskunft darüber gibt, welche Abstimmungseinladungen bereits verschickt wurden und welche nicht.

Work in Progress – so geht’s weiter

Dank vieler Fehlerbehebungen und Verbesserungen ist die neue Version gut auf den Einsatz auch auf eurem eigenen Server vorbereitet. Die Entwicklungsarbeit ist derzeit jedoch in vollem Gang und bereits vor Ende Februar werden wir eine neue Version vorstellen, die weitere Verbesserungen beinhaltet.

Auf unserer Seite „Download / Installation“ findet ihr die aktuelle Version zum Herunterladen.