Barcamptools 2.5: E-Mails, Session-Favoriten, Sessionplan und Liste der eigenen Barcamps

Wir haben die Camper-Software weiter entwickeln lassen: Auf barcamptools.eu läuft jetzt die aktuelle Version 2.5. Im Folgenden stellen wir euch die wesentlichen Neuerungen vor.

Ändern der E-Mail-Adresse

Profilanzeige bei den barcamptools

Das Profil des Camper-Programmierers Christian Scholz

Es ist nun endlich möglich, die eigene E-Mail-Adresse zu ändern. Dazu geht ihr einfach auf euer Profil und dort befindet sich ein Button zum Ändern der E-Mail-Adresse. Diese muss natürlich zunächst noch per Double-Opt-in bestätigt werden: Ihr bekommt eine E-Mail zugesandt, in der ihr per Bestätigungsklick der Änderung zustimmt.

Ändern der Reply-To-Adresse bei Newslettern

Ihr könnt als Barcamp-Admin jetzt auch eine eigene Reply-To-Adresse für den Newsletter setzen. Damit könnt ihr sicherstellen, dass Feedback auf eure Aussendungen auch wieder bei euch ankommen. Im Newsletter-Screen habt ihr dazu einen neuen Button, der euch eine Mailadresse setzen lässt. Auch diese muss natürlich zunächst freigeschaltet werden. Löschen könnt ihr sie natürlich auch wieder.

Eigene Newsletter-Absende-Adresse setzen

Session-Favoriten

Als Teilnehmende könnt ihr im Sessionplan jetzt Sessions für euch als Favoriten markieren. Unter dem Sessionboard findet ihr außerdem einen Button, mit dem ihr die Anzeige auf „nur Favoriten“ umschalten könnt.

Sessionfavoriten setzen

Session-Plan druckenSessionplan ausdrucken

Als Barcamp-Administrator könnt ihr in der Sessionverwaltung nun nicht nur Blätter mit Raum- und Zeiten drucken, sondern euch auch den Sessionplan pro Raum als PDF ausgeben lassen. Diesen könnt ihr dann z.B. an die einzelnen Räume hängen.

Dazu müsst ihr dies einfach in dem Dropdown unten auswählen.

 

Liste meiner Veranstaltungen auf der StartseiteDie Liste eurer Barcamps

Schlussendlich gibt es nun auch eine Liste der Barcamps, an denen ihr teilgenommen habt oder teilnehmen werdet. Diese findet ihr direkt auf der Startseite, wenn ihr eingeloggt seid unter „Meine Veranstaltungen“ (ggf. etwas runterscrollen, wenn viele Barcamps aktiv sein sollten).

 

Was ist eigentlich… eine „Lootbox“?

Eine „Lootbox“ ist ein virtuelles Objekt in Videospielen, das Spieler_innen für andere virtuelle Gegenstände einlösen können – eine Art Schatzkiste also. Der Inhalt ist in der Regel vorher nicht bekannt: Das können z.B. Werkzeuge oder Waffen zur weiteren Nutzung im Spiel sein oder eine Anpassung oder Kostümierung des Charakters, den man spielt. Eine Lootbox kann man sich mit realem Geld kaufen. Eine andere Möglichkeit ist, sich die Lootbox innerhalb des Spiels zu erspielen, indem man Kämpfe gewinnt oder Rätsel löst, sogenannte „Quests“. Manchmal erhält man Lootboxen auch als Teil einer Promotionsaktion außerhalb eines Spiels.

Lootbox Symbolbild

(Foto: Tim Evans | unsplash.com/photos/Uf-c4u1usFQ)

Welche Gegenstände ein Charakter aus einer Lootbox erhält, berücksichtigt normalerweise nicht, was er gerade brauchen kann. Allerdings lassen sich die über die Lootbox erhaltenen Gegenstände mit anderen Spielern handeln oder tauschen.
Lootboxen werden aufgrund ihres Glücksspielcharakters teils kritisch gesehen. Der Versuch, Lootboxen zu erringen oder sich durch den Erwerb vorher nicht bekannter Gegenstände einen Vorteil zu verschaffen, kann den Suchtfaktor eines Spiels erhöhen. Spieler_innen kritisieren die Entwickler von zum Teil hochpreisigen Spielen, wenn diese durch die Lootboxen weitere Investitionen nötig machen (sogenannte „Pay-to-win-Elemente“). Auch der Tausch oder Handel von durch Lootboxen gewonnenen Gegenstände in echtes Geld oder gegen andere, wertvolle Gegenstände ist mitunter problematisch.

Erstmalig in Erscheinung traten Lootboxen zirka im Jahr 2007, wie z.B. im chinesischen Computerspiel „ZT Online“. Oft werden für diese „Beuteboxen“ auch andere Ausdrücke verwendet, wie „booster pack“, „loot crate“ oder „prize crate“.

Beurteilung und Kritik der Lootboxen unterscheidet sich stark von Spiel zu Spiel, je nachdem, wie wichtig die erhaltenen Gegenstände für den weiteren Spielverlauf sind und wie die jeweiligen Inhalte errungen werden können. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat diesem Thema auf ihrer Website einen Abschnitt unter dem Aspekt „Jugendschutz“ gewidmet: www.usk.de/service/lootboxen-und-jugendschutz/.

In mehreren Staaten unterliegen Lootboxen den jeweiligen Glücksspielgesetzen (vgl. Übersicht in der englischen Wikipedia). Apple hat im Frühjahr für Anwendungen in seinem App Store mittlerweile vorgeschrieben (developer.apple.com/app-store/review/guidelines/, Abschnitt 3.1.1), dass eine Transparenz über die tatsächlichen Gewinnchancen hergestellt werden muss: Spieler_innen müssen darüber informiert werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist bestimmte Gegenstände in Lootboxen zu finden. Noch einen Schritt weiter geht der Jugendmedienschutz in Deutschland: Die WELT AM SONNTAG meldet, dass die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten aufgrund der Ergebnisse einer Untersuchung der Universität Hamburg derzeit ein gänzliches Verbot von Pay-to-win-Elementen und Lootboxen prüft.

Heute ist „Safer Internet Day“

Am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats findet jährlich der „Safer Internet Day“ statt. Die Zielsetzung an diesem „Tag für mehr Internetsicherheit“ ist über Aktionen und Informationen eine langfristige Sensibilisierung und Stärkung der Medienkompetenz für die Gefahren im Internet zu fördern. Mit jährlich wechselnden Schwerpunkten wird eine Bandbreite von Themen abgedeckt: „Safer“ kann das Internet ja in vielerlei Hinsicht sein.

Im Jahr 2018 steht der Aktionstag in Deutschland unter dem Motto »Alles Unter Kontrolle?!«. Es soll darum gehen, wie souverän und selbstbestimmt wir alle eigentlich online unterwegs sind.

Logo des Safer Internet Day 2018 [Quelle: saferinterneday.org]

Logo des Safer Internet Day 2018 [Quelle: saferinterneday.org]

Damit der Safer Internet Day nicht nur ein Tag von Pressemitteilungen bleibt, fördern die Europäische Union und verschiedene Ministerien eine Vielzahl von Online-Angeboten, die von Telefonberatung und Jugendschutzmaßnahmen über eine Internet-Beschwerdestelle bis hin zu Fortbildungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene reichen. Einen guten Einstieg bzw. Übersicht über die verschiedenen Angebote gibt es unter der Adresse www.saferinternet.de. Einen großen Pool an Angeboten, sortierbar nach Sprachen und Altersspanne der jeweiligen Zielgruppe, gibt es unter www.saferinternetday.org/web/sid/resources/gallery.

Keine Chance für Hetze dank der »Internet-Beschwerdestelle«

Als Lesezeichen setzen kann man sich dabei auch die „Internet-Beschwerdestelle“, die sich um Inhalte in Deutschland und weltweit kümmert. Dabei klärt die Website auch über die Art der Inhalte und über die Verfahrenswege auf, die nach eine Beschwerde getätigt werden. Los geht’s auf: internet-beschwerdestelle.de

VotAR: Digitale Stimmkarten für digitale Abstimmung

Ansicht der digitalen Stimmkarte. Die Größe stellt sich automatisch auf euer Endgerät ein.

Vor einigen Monaten haben wir euch die Android-App »VotAR« vorgestellt, die Abstimmungen in realen Treffen digital auszählen kann. Ende Dezember stellten wir euch dann eine deutschsprachige Anleitung der englisch-französischen App zur Verfügung.

Aus euren Rückmeldungen wissen wir, dass der Ausdruck von farbigen Stimmkarten aus mehreren Gründen schwierig ist: Nicht immer steht ein Farbdrucker zur Verfügung und eine Menge teurer Druckerfarbe und Papier könnte eingespart werden, wenn man die Stimmkarten einfach auf seinem Tablet oder Smartphone anzeigen würde. Erste Versuche mit einer Anzeige des Stimmkarten-PDF direkt auf dem Mobilbildschirm erwiesen sich als unpraktisch: Die Stimmkarte muss ja je nach Meinungsäußerung gedreht werden – aber das Endgerät versucht weiterhin das PDF „richtig“ anzuzeigen.

Euren Wünschen sind wir nun mit einer „digitalen Stimmkarte“ für VotAR nachgekommen. Ihr ruft auf dem Endgerät (Smartphone, Tablet, Notebook) die Seite https://lab.dbjr.de/votar auf und könnt sofort loslegen. Die digitale Stimmkarte verbraucht nur wenige Kilobytes, so dass euer Mobilfunkvertrag geschont bleibt. Daten über Abstimmungsklicks werden keine zum Server übertragen, sondern rein auf euren Endgeräten verarbeitet.

Weitere Informationen (Stimmkarten usw.) zu dieser App findet ihr auf unserer Übersichtseite zu VotAR.

Barcamptools: Kostenfreie und kostenpflichtige Barcamps managen

In der gerade veröffentlichten Version verbessern wir den Workflow beim Anlegen von neuen Barcamps und fügen im Feld-Editor einen neuen Typ „Auswahl-Feld” hinzu.

Verbesserter Workflow beim Anlegen eines Barcamps

Mit der Implementierung des Ticketmodus unterscheiden wir nun genauer zwischen einem kostenfreien und einem kostenpflichtigen Barcamp. Je nachdem, wie ihr euch entscheidet, wird das Barcamp unterschiedlich konfiguriert.

Bei einem kostenfreien Barcamp bleibt an sich alles beim alten. Allerdings ist auch hier jetzt die Angabe eines Impressums Pflicht.  Dieses Feld daher nun direkt beim Anlegen eines Barcamps abgefragt.

Danach könnt ihr wie gewohnt Teil-Veranstaltungen anlegen, zu denen sich Besucher (kostenfrei natürlich) anmelden können. Alternativ könnt ihr auch den Ticketmodus nutzen, müsst es aber nicht.

Bei einem kostenpflichtigen Barcamp wird automatisch der Ticketmodus angeschaltet.  Daher sind folgende Angaben Pflicht:

  • ein Impressum
  • die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  • die Widerrufsbelehrung
  • eine Kontakt-E-Mail-Adresse

Leider können wir hier keine AGB und Widerrufsbelehrung vorgeben, da wir keine Rechtsberatung anbieten. Ihr müsst also selbst darauf achten, dass ihr die rechtlichen Rahmenbedingungen einhaltet.

Solange ihr diese Angaben nicht getätigt habt, kann das Barcamp nicht veröffentlicht werden.

Ein kostenpflichtiges Barcamp liegt dann vor, wenn auf irgendeine Art, z.B. eine Überweisung, für die Teilnahme gezahlt werden muss. Das gilt auch für reine Selbstkostenbeiträge: In so einem Fall findet eine Transaktion statt, die bestimmten rechtlichen Bedingungen unterliegt. Um dies beim Anlegen eines Barcamps deutlicher zu machen, gibt es beim Anlegen nun einen weiteren Schritt, in dem ihr entscheiden müsst, ob euer Barcamp kostenfrei oder kostenpflichtig ist:

Achtet also bitte beim Anlegen darauf, welche Auswahl ihr trefft.

Neues Auswahl-Feld im Formulareditor

Der Formulareditor wurde in dieser Version um ein Auswahl-Feld ergänzt. So sieht dies im Backend aus:

Bugfixes und kleinere Erweiterungen

Zusätzlich haben wir uns noch um ein paar kleinere Dinge gekümmert, u.a.:

  • Der Bereich „Legales“ wurde in die Admin-Checkliste mit aufgenommen, um klarer zu machen, dass diese Angaben ggf. noch fehlen
  • Das Ticket-Anlegen wird nun ebenfalls in der Admin-Checkliste abgefragt
  • Eine Barcamp-URL kann nun mit und ohne / aufgerufen werden ohne einen 404 zu erzeugen
  • Die Berechnung des Fortschritt-Balkens wird nun richtig durchgeführt, so dass man sein Barcamp nun auch zu 100% vervollständigen kann.

 

Wie kann ich die neuen Funktionen nutzen?

Der »Camper« ist freie Software. Ihr könnte ihn selbst auf eurem Server installieren oder über unsere barcamptools.eu direkt ein eigenes Barcamp anlegen.

ePartool 4.8.3 – Bugfixes im Abstimmungsmodul

Während bei uns emsig daran gearbeitet wird euch demnächst die Landkartenfunktion und neue Möglichkeiten beim Voting zu präsentieren, veröffentlichen wir zwischendurch noch ein kleines Fehlerbehebungsupdate zum ePartool in der bisherigen stabilen Linie. Das Update beinhaltet keine neuen Funktionen, nur Fehlerbereinigungen.

Korrigiert wurden unter anderen ein Fehler beim Abstimmen mit aktiviertem „Superbutton“ sowie Backendfunktionen, die die Abstimmungsbeiträge splitten und zusammenfügen.

Hier geht’s zur »Download- und Installationsseite«.

[Update 01.02.2018: Bei den Installer-Paketen fehlte aufgrund eines Versehens die »ePartool-Readme.md«, die technische Feinheiten erläutert. Diese haben wir nun wieder integriert.]

Was ist eigentlich… das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“? [Update 20.03.2018]

Das „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken (Netzwerkdurchsetzungsgesetz – NetzDG)“ hat zum Ziel, dass Web-Plattformen strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden (nachdem sie auf jene hingewiesen wurden) löschen. Weniger klare Fälle bekommen eine Frist von sieben Tagen.

Da sich das Gesetz an Anbieter mit mehr als zwei Millionen Nutzer_innen richtet, bekam es schnell den umgangssprachlichen Titel „Facebook-Gesetz“. Konkret sind aber zahlreiche Dienste mit Veröffentlichungs- und Kommentierungsfunktionen betroffen, insbesondere Twitter, YouTube, Instagram, Pinterest, Google+ oder eben auch Facebook. Dementsprechend wird es in den Medien auch gelegentlich als „Hate-Speech-Gesetz“ bezeichnet.

Das Gesetz wurde von Justizminister Heiko Maas vorangetrieben, nachdem Aufforderungen zur Selbstzensur der Betreiber nicht hinreichend durchschlagend waren. Anfang Oktober 2017 trat es in Kraft; zum 1. Januar 2018 müssen die betroffenen Unternehmen die Regelungen voll umsetzen. Twitter hatte als erster dieser Dienste in seinem Beschwerdesystem einen Button „Fällt unter das Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ eingebaut.

Dadurch, dass die erste Prüfung auf Strafbarkeit der gemeldeten Inhalte nicht ausführlich von Jurist_innen vorgenommen werden kann und die Plattformbetreiber bei Nichteinhaltung der 24-Stunden-Frist Strafen fürchten müssen, werden künftig womöglich zu viele Inhalte gelöscht. [Update 20.03.: Der Bußgeldkatalog scheint immer noch nicht definiert zu sein.] Dies könnte schnell zur Einschränkung der Meinungsfreiheit führen. Betreiber wie Facebook befürworten das Gesetz nicht, da sie nun in der undankbaren Rolle sind, Zensur zu betreiben und Entscheidungen treffen zu müssen, die sie lieber bei einer unabhängigen Gerichtsbarkeit sähen. (Schwierig zu entscheidende Fälle sollen einem neuen unabhängigen Gremium vorgelegt werden, das dem Bundesamt der Justiz (BfJ) untersteht. Zu diesem Gremium konnten wir noch keine Details in Erfahrung bringen.)

Die Kritik am Gesetz kommt dementsprechend aus vielen Richtungen: von Bürgerrechtler_innen, Organisationen und Parteien unterschiedlichen Spektrums. Bereits im Dezember gab es drei Initiativen von kleinen Parteien im Bundestag, das Gesetz zurückzunehmen oder wenigstens nachzubessern.

VotAR: Handbuch jetzt auf Deutsch verfügbar

VotAR-Logo

VotAR ist eine kleine Android-App, die Abstimmungen in „Real-Life-Treffen“ dank farbiger Stimmkarten schnell digital auszählen kann. Die App stammt von einem französischen Entwickler, dementsprechend war bisher keine deutsche Anleitung verfügbar. Wir haben nun das Handbuch für euch übersetzt und etwas ergänzt: » VotAR-Anleitung auf Deutsch.

Screenshot Stimmauswertung

VotAR analysiert das geschossene Foto und markiert jede erkannte Stimmkarte mit einem farbigen Punkt. Wir zeigen das mit einer sehr kleinen Gruppe – es funktioniert auch bei größeren Gruppen, solange alle Stimmkarten sichtbar sind (mit Kinobestuhlung und guter Kamera sind auch bis zu ca. 100 Teilnehmende möglich).

Weitere Informationen (Stimmkarten usw.) zu dieser App findet ihr auf unserer Übersichtseite zu VotAR.

Neues Werkzeug: Interaktive Redelisten und ein Genderwatch!

Wenn viele Menschen zum Diskutieren zusammenkommen, sei es auf einer Konferenz, einem Parteitag oder in einem offenen Plenum, dann muss der Gedankenaustausch organisiert werden. Wenn alle drauflos reden würden, könnte man kaum die Übersicht behalten. Eine der Möglichkeiten ist es, eine Redeliste zu führen: Jede Person, die etwas sagen möchte, meldet sich zu Wort und kommt auf eine Liste. Im besten Fall wird diese Liste für alle Teilnehmenden angezeigt.

Unser neues digitales Tool macht diesen Prozess nun deutlich leichter: Wortmeldungen können von einem beliebigen vernetzen Endgerät übermittelt werden und die aktuelle Redeliste bleibt stets für alle transparent. Die Organisator*innen müssen nicht mehr alle Namen kennen, und das Herumlaufen für Wortmeldungen per Zettel entfällt auch. Die Teilnehmenden können sich besser auf die aktuellen Diskussion konzentrieren, weil weniger Unruhe im Saal ist.

Screenshot Redelisten-Tool: Wortmeldungsansicht

In dieser Ansicht können sich Teilnehmende selbst zu Wort melden. (Testserver: lab.dbjr.de/rede)

Reden ist Silber, fair sein ist Gold

Das Redelisten-Tool verwaltet dabei nicht nur eine Redeliste, sondern kann für jedes neue Beratungsthema eine eigene Liste führen. Auch ist die aktuelle Redeliste je nach Bedarf in Gruppen wie männliche und weibliche Redner*innen untergliedert. Dadurch erlaubt das Redelisten-Tool ein sog. »Genderwatch« oder gar ein »Gruppenwatch«: Welche Gruppe beansprucht wie viel Redezeit (Männer/Frauen, Jugend/Politik, Neudelegierte/alte Hasen, usw.). Dabei sind es nicht nur zwei Gruppen, die abgeglichen werden können, sondern auch mehrere. Damit ist sowohl die Frage nach einem dritten Geschlecht oder bei mehreren „Fraktionen” mit abgedeckt.

3x Redeliste – 3x eine Ansicht für jeden Zweck

Neben der regulären Ansicht für Teilnehmende mit der Möglichkeit sich selbst zu Wort zu melden, gibt es eine Präsentationsansicht (der „Fernsehbutton“ oben rechts), die sich selbst aktualisiert und laufende Redner*innen anzeigt, sowie das Backend, in dem die Veranstalter*in den Redner*innen das Wort erteilen, einzelne Redebeiträge wieder löschen oder zwischen den Gruppen transferieren kann. Natürlich darf auch eine statistische Übersicht nicht fehlen.

Das Backend ist noch nicht in allen Funktionen fertig entwickelt. Einzelne Funktionen müssen daher noch per Hand konfiguriert werden. Weitere Infos dazu im Installationspaket in der Datei README.md (Markdown/Textdatei).

Noch in Entwicklung, aber schon einsatztauglich

Unser Tool zu Redelisten und Gruppenwatch trägt noch keinen Namen und ist noch im Entwicklungsstadium. Sein Einsatz ist allerdings mit wenigen Handgriffen startklar. Als Voraussetzung benötigt ihr wenige 100KB Speicherplatz auf einem Webhosting-Server, auf dem ein aktuelles PHP 7.x läuft. Dort erstellt ihr einen Ordner, z.B. /rede/ und kopiert alle Dateien aus unserem Installationspaket hinein. Das sollte in wenigen Sekunden geschehen sein. Eure Installation mit der Adresse www.unseredomain.end/rede aufrufen und schon kann’s losgehen: Bei der Erstbenutzung legt das Tool eine Datei mit der Endung .sqlite an, in der die Redelistenvorgänge gespeichert und verarbeitet werden.

Lust es gleich mal auszuprobieren? Unter https://lab.dbjr.de/rede bieten wir eine öffentliche Testversion zum Ausprobieren an.

Ortsbasierte Beteiligung mit dem ePartool

Das ePartool ist das Beteiligungswerkzeug des DBJR. Ursprünglich als erweiterter Online-Fragebogen ins Leben gerufen, war es bald das Ziel einen ganzen Beteiligungsprozess von Anfang bis zum Ende über das Tool abbilden zu können. Gerade der Bereich »Reaktionen & Wirkung« hat in diesem Jahr noch eine deutliche Überarbeitung erfahren (und wird weiter verbessert): Teilnehmende sollen auch über die Weiterarbeit an und mit ihren ursprünglichen Beiträgen informiert werden.

Eine Beteiligungsrunde in Phasen: Von den ersten Infos bis hin zum Follow-up, den »Reaktionen & Wirkungen«.

Beteiligung findet oft nicht einfach so statt, sondern anlass- und ortsbezogen

Jugendbeteiligung findet häufig anlass- und ortsbezogen statt: Ein Stadtviertel soll z.B. spiel- und jugendgerechter werden, Gefahrenstellen für junge Radler*innen werden gesammelt oder auch Ideen für Ruhezonen oder neue Einrichtungen sollen digital gesucht und diskutiert werden.

Über das ePartool war ein konkreter und anschaulicher Ortsbezug bei Beiträgen und Diskussionen bisher nicht abzubilden. Aus diesem Grund haben wir das Tool nun um eine Landkarten-Funktion erweitert. Künftig können Beiträge entweder selbst an Orte gebunden werden – oder man setzt bequem auf die Ortserkennung im Smartphone. Die Organisator*innen einer solchen Jugendbeteiligung können vorher den räumlichen Rahmen abstecken, in dem Beiträge gesammelt und diskutiert werden.

Landkarteneinbindung des ePartool im Beta-Test: So sieht es derzeit auf dem Smartphone aus.

Damit das alles funktioniert, sind allerdings ein paar Voraussetzungen zu erfüllen: Das ePartool setzt künftig zwingend eine sichere Verbindung voraus (https), damit Ortsdaten der Teilnehmenden nicht unterwegs abgegriffen werden können. Als Landkartendienst haben wir uns für OpenStreetMaps entschieden, da dieser dem offenen Gedanken des ePartools auch am besten entspricht.

Gerade sind wir noch beim Fertigstellen und Testen aller Funktionen, beim Übersetzen, „Polieren” und Dokumentieren. Hoffentlich bald nach dem Jahreswechsel werden wir das ePartool in der neuen Version 5.0 veröffentlichen können, spätestens im Februar. Wer zwischenzeitlich zu den ersten Beta-Testern gehören möchte, kann sich gerne per E-Mail bei digital@dbjr.de melden!