Ortsbasierte Beteiligung mit dem ePartool

Das ePartool ist das Beteiligungswerkzeug des DBJR. Ursprünglich als erweiterter Online-Fragebogen ins Leben gerufen, war es bald das Ziel einen ganzen Beteiligungsprozess von Anfang bis zum Ende über das Tool abbilden zu können. Gerade der Bereich »Reaktionen & Wirkung« hat in diesem Jahr noch eine deutliche Überarbeitung erfahren (und wird weiter verbessert): Teilnehmende sollen auch über die Weiterarbeit an und mit ihren ursprünglichen Beiträgen informiert werden.

Eine Beteiligungsrunde in Phasen: Von den ersten Infos bis hin zum Follow-up, den »Reaktionen & Wirkungen«.

Beteiligung findet oft nicht einfach so statt, sondern anlass- und ortsbezogen

Jugendbeteiligung findet häufig anlass- und ortsbezogen statt: Ein Stadtviertel soll z.B. spiel- und jugendgerechter werden, Gefahrenstellen für junge Radler*innen werden gesammelt oder auch Ideen für Ruhezonen oder neue Einrichtungen sollen digital gesucht und diskutiert werden.

Über das ePartool war ein konkreter und anschaulicher Ortsbezug bei Beiträgen und Diskussionen bisher nicht abzubilden. Aus diesem Grund haben wir das Tool nun um eine Landkarten-Funktion erweitert. Künftig können Beiträge entweder selbst an Orte gebunden werden – oder man setzt bequem auf die Ortserkennung im Smartphone. Die Organisator*innen einer solchen Jugendbeteiligung können vorher den räumlichen Rahmen abstecken, in dem Beiträge gesammelt und diskutiert werden.

Landkarteneinbindung des ePartool im Beta-Test: So sieht es derzeit auf dem Smartphone aus.

Damit das alles funktioniert, sind allerdings ein paar Voraussetzungen zu erfüllen: Das ePartool setzt künftig zwingend eine sichere Verbindung voraus (https), damit Ortsdaten der Teilnehmenden nicht unterwegs abgegriffen werden können. Als Landkartendienst haben wir uns für OpenStreetMaps entschieden, da dieser dem offenen Gedanken des ePartools auch am besten entspricht.

Gerade sind wir noch beim Fertigstellen und Testen aller Funktionen, beim Übersetzen, „Polieren” und Dokumentieren. Hoffentlich bald nach dem Jahreswechsel werden wir das ePartool in der neuen Version 5.0 veröffentlichen können, spätestens im Februar. Wer zwischenzeitlich zu den ersten Beta-Testern gehören möchte, kann sich gerne per E-Mail bei digital@dbjr.de melden!

Was ist eigentlich … »Virtual Reality« & »Augmented Reality«?

Headset zum Entdecken virtueller RealitätenVirtuelle Welten entdecken ist heutzutage mit jedem Computer und auch mit jedem Smartphone bereits möglich. Wenn es um die Verbindung von Digitalem mit der bisherigen „Offline-Welt“ geht, spuken allerlei Ausdrücke herum, die die Beschäftigung mit dem Thema verwirrend machen kann. Im Folgenden wollen wir die Begriffe des „Realitäts-Virtualitäts-Kontinuums“ etwas übersichtlicher zu skizzieren:

Reine Realität: Mit der echten/reinen Realität ist das gemeint, was wir oft auch als „analoge Welt“ bezeichnen.
Mixed Reality (vermischte/gemischte Realität, manchmal auch hybrid reality): Realität, die mit einem digitalem Zusatz erweitert ist. Damit können sogar schon TV-Geräte gemeint sein, die jemanden an einem Event in der „großen weiten Welt“ teilhaben lassen, während man selbst im Wohnzimmer sitzt. Eine etwas weiter reichende Form von MR stellen digitale Einblendungen über Digitalbrillen o.ä. dar, die aber nicht direkt in die Umgebung „hineingehören” (z.B. Geschwindigkeitsanzeige, Temperatur). Die weiteste Stufe von MR wäre dann → Augmented Reality.
Augmented Reality (erweiterte Realität): Digitale Objekte, die in die echte Realität hinein projiziert und räumlich verankert sind (visuell/auditiv). Bekanntestes Beispiel ist das populäre Spiel Pokémon Go.
Virtual Reality: VR verzichtet auf die reine Realität und zeigt nur digital erstellte Objekte und eine digitale Umgebung an. Allerdings ist das dann, ähnlich wie in der „echten Realität”, auch dreidimensional erkundbar. Für VR kommen, genauso wie bei AR, häufig Digitalbrillen zum Einsatz, um durch getrennte Bilder fürs linke und rechte Auge einen 3D-Eindruck zu generieren. VR kann, muss aber nicht, die Körperhaltung und -form der Beteiligten aus der reinen Realität ins Virtuelle mit übernehmen.

Die folgenden beiden Begriffe passen nicht ganz ins obige Kontinuum. Sie sollen hier lediglich zur Abgrenzung mit aufgeführt werden:
Cyberspace: Dieser Ausdruck wird bisher meist mehr oder weniger synonym zu „Internet“ benutzt, wobei er theoretisch auch VR oder den digitalen „Raum” innerhalb eines Geräts bezeichnen könnte. Der Ausdruck „Cyberspace“ veraltet allmählich und es ist davon auszugehen, dass er ähnlich wie die „Datenautobahn“ in absehbarer Zeit außer Gebrauch kommen wird.
Web/WWW: Teil des Internets/Cyberspace, der per Webbrowser erreichbar ist. Auch wenn mobile Apps häufig dieselben Techniken verwenden (Übertragung per http, Darstellung über HTML und Javascript), sind die Inhalte nicht 1:1 so über Webbrowser erreichbar und daher sind Apps eher nicht als „Web“ zu betrachten. Häufig wird dies im öffentlichen Diskurs nicht so trennscharf unterschieden.