Was ist eigentlich… »einfache Sprache / leichte Sprache«?

Frage: Auf Internetseiten findet man immer wieder einen Hinweis auf „einfache“ oder „leichte“ Sprache. Was verbirgt sich dahinter?

Antwort: Die Begriffe „einfache“ Sprache“ und „leichte Sprache“ klingen sehr ähnlich, beschreiben aber unterschiedliche Dinge.

Einfache Sprache ist relativ nahe an der Standardsprache und richtet sich an Menschen, die zwar lesen können, aber Probleme beim Verstehen von komplexeren Texten haben. Zielgruppe sind neben Personen mit kognitiven Einschränkungen auch Personen, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Umfangreiche Sachverhalte können dargestellt werden, indem der Text in mehrere Sätze aufgebrochen wird.

Leichte Sprache wiederum wendet sich an Menschen, für die schon Lesen und Schreiben schwierig ist. Anders als die einfache Sprache gibt es hierfür konkrete Regeln, die seit 2006 vom Netzwerk Leichte Sprache herausgegeben werden: http://www.leichtesprache.org/images/Regeln_Leichte_Sprache.pdf. Abstrakte Begriffe oder Metaphern werden vermieden. Wenn Fremdwörter unumgänglich sind, werden sie erklärt. Auch werden Wortzusammensetzungen anders als in der Standardsprache durch Trennstriche unterteilt. Sätze sollen insgesamt sehr kurz sein.

Regeln für leichte und einfache Sprache sowie Vergleichstexte finden sich bei der Aktion Mensch: https://www.aktion-mensch.de/magazin/themen-dossiers/leichte-einfache-sprache/regeln-leichte-einfache-sprache.html

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