Antragsgrün 4.2.3: Zugangsschutz praktisch gedacht

Nutzung eines gemeinsamen Zugangspassworts nun pro Veranstaltung möglich

Das neue Antragsgrün 4.2.3 verbessert den einfachen Zugangsschutz, der in Version 4.2.2 eingeführt wurde: Als Alternative zu individuellen Nutzerkonnten war es bisher nur möglich ein gemeinsames Passwort als Zugangsschutz für die gesamte Instanz festzulegen. Das bedeutete, dass alle Veranstaltungen automatisch mit diesem Passwort vor Zugriffen von außen geschützt waren. Tatsächlich ist es aber so, dass oftmals einzelne Veranstaltungen geschützt, andere aber öffentlich einsehbar sein sollen. Diesem Wunsch vieler einsetzender Organisationen wurde nun Rechnung getragen. Das gemeinsame Passwort ist nun pro einzelner Veranstaltung definierbar.
Davon unberührt sind natürlich Admin-Accounts, die man immer noch zum Verwalten braucht, und die sich unabhängig vom gemeinsamen Passwort einloggen.

Kleinere Fehlerbehebungen und Sicherheitsaktualisierungen

Es wurde ein Fehler behoben, der beim Zusammenspiel von automatischen Benachrichtigungen zu einer Veranstaltungen und nicht mehr existierenden (gelöschten) Accounts auftrat. Außerdem wurden einige Systembibliotheken aktualisiert.

Wie bekommt man die neue Version?

Wir empfehlen euch die neue Version über den Online-Updater im Backend von Antragsgrün einzuspielen. Der Aktualisierungsvorgang erfordert nur wenige Mausklicks und ist in weniger als einer Minute abgeschlossen.
Wenn ihr Antragsgrün erstmalig installieren möchtet, erhaltet ihr die Installationsdateien direkt im öffentlichen Github-Repository: https://github.com/CatoTH/antragsgruen/releases. Die Installations-Datei (z.B. als ZIP) muss entpackt und in ein Verzeichnis bei eurem Webhoster transferiert werden. Beim ersten Aufruf des Verzeichnisses über euren Browser startet der Einrichtungsassistent, der die Datenbank und die erste Veranstaltung anlegt.

Einladung: Workshopreihe Digitale Jugendarbeit #1

Mit einer Workshopreihe wollen wir Digitale Jugendarbeit in Theorie und Praxis voranbringen. Unsere Ziele: Expert*innen vernetzen, praktische und konkrete Herausforderungen der digitalen Jugendarbeit meistern, kollegialen Austausch fördern und eine DBJR-Strategie zu Digitaler Jugendarbeit entwickeln.

Der Workshop #1 am 26. Juni 2019 (von 10 bis 16 Uhr) beschäftigt sich mit Potenzialen und Bedarfen Digitaler Jugendarbeit (Theorie) sowie mit Cloud und OpenSource-Angeboten in der Jugendarbeit (Praxis). Termine für die weiteren Workshops sind #2 am 11. September 2019 und #3 am 6. November 2019. Anmeldungen bitte bis 17. Juni 2019 unter https://dbjr.de/formulare/ws-d1/.

Die Teilnahme ist kostenlos. Reisekosten werden nicht erstattet.

Bei Fragen meldet euch einfach bei per E-Mail bei digital@dbjr.de.

Antragsgrün 4.2.2 mit nützlichen Neuerungen

Antragsgrün 4
Antragsgrün 4 (Montage: DBJR)

Wenngleich die kleine Veränderung bei der Versionsnummer nur wenig Neues vermuten lässt, so bringt die neueste Antragsgrün-Version ein paar nützliche Verbesserungen mit. Wir stellen sie euch im Folgenden vor.

Gemeinsames Passwort als Zugangsschutz für eine Veranstaltung
Oft nachgefragt wurde die Option für eine Veranstaltung ein gemeinsames Zugriffspasswort zu vergeben: Damit kann die Antragsgrün-Installation zwar öffentlich erreichbar bleiben, aber dennoch die aktuelle Diskussionsrunde vor der Öffentlichkeit geschützt werden. Einzelne Nutzeraccounts waren für diesen Fall oft zu aufwändig. Mit der aktuellen Version 4.2.2 ist dieses Einfachpasswort nun möglich. Wir müssen jedoch noch darauf hinweisen, dass das Setzen des Passwortes im Augenblick immer auch die gerade aktive Standardveranstaltung auf der Titelseite geschützt schaltet. Erst in der nächsten Version, die noch in den Sommermonaten erscheinen wird, wird es die Funktion geben einzelne Veranstaltungen jeweils individuell zu schalten.

Aktivitäten-Liste
Zu jeder Veranstaltung gibt es rechts im Seitenbereich einen Aktivitäten-Log. Dieser wurde verbessert: Öffentliche Kommentare werden nun nicht nur genannt, sondern auch inhaltlich angeteasert. Zudem wird die Log-Anzeige nun nicht endlos lang, sondern hat eine Paginierung (Seiten-Unterteilung) bekommen.

Veranstaltungen mit nur einem Antrag
Wenn eine Veranstaltung so konfiguriert ist, dass sie nur einen Antrag hat und dieser wurde durch eine Überarbeitung ersetzt, so wird nun die neue Version als neuer Standardantrag für diese Veranstaltung festgelegt. Auf die vorherige Version wird dabei im Kopfbereich des neuen Antrags verwiesen.

Verfahrensvorschläge: Änderungsanträge modifiziert übernehmen
Wenn zu den Anträgen die Funktion „Verfahrensvorschläge“ aktiviert sind, gibt es nun eine Ablaufverbesserung: Man kann man als Admin zu einem Änderungsantrag eine modifizierte Übernahme erstellen, also eine geänderte Fassung des Änderungsantrags. Dann kann man jetzt sowohl beim Einpflegen aller Änderungen auf einmal jeweils zwischen der Original- und der Fassung inkl. modifizierter Übernahme wählen (das ging vorher schon), als auch wenn man nur eine Änderung in den Antrag einpflegt (das ging vorher noch nicht).

Antragstypen / Vorlagen
Antragsgrün erlaubt es zu jeder Veranstaltung den Aufbau von Antragstypen neu zu definieren. Der Grundaufbau Titel – Antragstext – Begründung kann ergänzt oder verändert werden. Antragsgrün ist dabei nun etwas fehlertoleranter geworden: Wenn mehrere Abschnitte als Typ „Titel” definiert wurden, werden die zweiten, dritten usw. nun als reguläre Abschnitte behandelt und somit angezeigt.

Wie bekommt man die neue Version?
Wir empfehlen euch die neue Version über den Online-Updater im Backend von Antragsgrün einzuspielen. Der Aktualisierungsvorgang erfordert nur wenige Mausklicks und ist in weniger als einer Minute abgeschlossen.
Wenn ihr Antragsgrün erstmalig installieren möchtet, erhaltet ihr die Installationsdateien direkt im öffentlichen Github-Repository: https://github.com/CatoTH/antragsgruen/releases. Die Installations-Datei (z.B. als ZIP) muss entpackt und in ein Verzeichnis bei eurem Webhoster transferiert werden. Beim ersten Aufruf des Verzeichnisses über euren Browser startet der Einrichtungsassistent, der die Datenbank und die erste Veranstaltung anlegt.

Yochat.eu – willkommen beim offenen Chatserver für die Jugendarbeit!

Wie auf diesem Blog schon gelegentlich berichtet, unterstützt der DBJR die Verbreitung von offenen Standards und möchte deren Nutzungsmöglichkeiten für die Jugendarbeit verbessern. Einer der Bereiche ist das Thema Chat & Messaging, also das Kommunizieren zwischen zwei oder mehreren Empfänger*innen. Hierfür gibt es den offenen Standard Jabber/XMPP, der nicht an einen Anbieter gebunden ist. Nutzer*innen haben freie Auswahl bei den hierfür genutzten Apps und dem Serverbetreiber (ähnlich wie bei E-Mail). Eine etwas ausführlichere Beschreibung zu XMPP haben wir hier zusammengestellt.

Ohne Infrastruktur geht es (leider) nicht

Grundsätzlich können alle XMPP-Nutzer*innen weltweit miteinander kommunizieren, egal über welchen Anbieter/Server sie den Dienst nutzen. Die Zahl der frei nutzbaren Anbieter ist allerdings noch rar gesät; und selbst einen Server aufzusetzen ist für kleinere Gruppen kaum möglich. Der DBJR hat vorgearbeitet: Seit mehreren Monaten betreiben wir einen solchen Server vor allem für den internen Gebrauch, um die E-Mail-Postfächer der Kolleg*innen zu entlasten und die Kommunikation zu vereinfachen.

Nun können wir diesen Dienst aber auch für alle Interessierten kostenfrei anbieten: Seit wenigen Tagen könnt ihr euch mit einem persönlich gewählten Spitznamen oder eurem echten Namen eine Chat-ID @yochat.eu anlegen. Die Registrierung geschieht dabei nicht über eine Web-Oberfläche, sondern kann von jedem XMPP-kompatiblen Chat-Client aus erfolgen.

Welche Chat-Apps kann ich dafür nutzen?

Folgende Chat-Clients können wir euch empfehlen:

Diese Liste ist bei Weitem nicht abschließend. Auch ChatSecure (iOS) oder Mozilla Thunderbird (Windows, macOS, Linux), MirandaNG (Windows), Pidgin (Windows, Linux) und viele Anwendungen mehr unterstützen den Jabber/XMPP-Standard. Die letzteren drei gibt es für Windows ebenfalls als PortableApp, d.h. sie können auch ohne Installation z.B. von einem USB-Stick aus genutzt werden.

XMPP unterstützt auch die Parallelnutzung einer ID von mehreren Geräten aus, also z.B. vom Smartphone und vom PC aus. Generell sind die Apps auf iOS-Geräten noch etwas weniger gut ausgebaut als auf anderen Betriebssystemen. Das liegt daran, dass Apple recht strikte Vorgaben macht, wie Anwendungen in den AppStore aufgenommen werden können. Der Veröffentlichungsprozess ist daher gerade für Open-Source-Projekte aufwändiger und etwas teurer.

Buchstabensalat – was ist da passiert?

Der reine Nachrichtenaustausch ist bei allen Clients transportverschlüsselt. Allerdings hat sich in den letzten Jahren gerade im Bereich der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung viel getan (also auf den Endgeräten und im Speicher der übermittelnden Server); nicht alle Anwendungen unterstützen daher die Möglichkeiten wie OMEMO, OpenPGP oder OTR. Daher kann es manchmal zu Buchstabensalat kommen, wenn man seinen Client öfters wechselt und nicht den richtigen Modus aktiviert hat. Per Klick lässt sich das aber in der Regel beheben.

Für technisch Interessierte: Innenleben unseres Servers und Speicherlimits

Yochat.eu läuft auf ejabberd, einem der verbreitetsten Open-Source-Server für XMPP. Das Ganze ist installiert auf einem Debian-Linux-Server, der im Nürnberger Rechenzentrum des Providers Hetzner steht. Welche XMPP-Module wir unterstützen, lässt sich jederzeit einsehen über den Compliance-Tester von Conversations: https://compliance.conversations.im/server/yochat.eu/.

Pro Nutzer*in ist ein Zwischenspeicher für (alte und neue) Nachrichten von 200 MB vorgesehen. Nachrichten werden für 90 Tage gespeichert. Bei Erreichen der Speicherdauer oder -grenze werden die ältesten Nachrichten automatisch gelöscht. Dateiübertragungen sind derzeit auf 50 MB begrenzt. Derzeit sammeln wir noch Erfahrungen mit den Speicherkapazitäten und der -dauer, so dass sich diese noch verändern könnten.

Gut zu wissen – Feedback herzlich willkommen!†

Wir stellen den XMPP-Dienst im Rahmen unserer Möglichkeiten aus dem Projekt jugend.beteiligen.jetzt – für die Praxis digitaler Partizipation für euch kostenfrei zur Verfügung. Auch wenn wir natürlich unser Bestes geben, können wir keine vollständige Verfügbarkeit garantieren. Über Neuigkeiten werden wir euch hier im Blog informieren.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Jugendliche, junge Erwachsene und Multiplikator*innen in der Jugendarbeit, darf aber natürlich auch von euren Freunden, Familienmitgliedern und anderen Interessierten genutzt werden. Bei missbräuchlicher Nutzung (z.B. Spam, Belästigung Anderer) behalten wir uns vor Accounts zu deaktivieren.

Wenn ihr Fragen zu yochat.eu oder zu XMPP habt, meldet euch gerne bei uns oder chattet uns an: tim@yochat.eu oder tim.schrock@chat.dbjr.org (das ist keine E-Mail-Adresse!)

UPDATE 14.05.2019: Die Android-App Conversations behindert im Augenblick das erstmalige Hinzufügen von Einzelkontakten mit der Endung @chat.domain (also auch @chat.dbjr.org), weil es diese immer als Gruppe interpretiert. Der Entwickler ist bereits informiert. Die Abhilfe ist im Augenblick, dass die erste Kontaktaufnahme von Seiten der @chat.domain-Nutzer*in geschieht, dann ist es kein Problem.

Wechange-Tutorials für »Fridays for Future« und alle anderen

Screenshots der Erklärvideos
Felix Englisch | Wechange.de

Die genossenschaftliche entwickelte Plattform WECHANGE.de wendet sich insbesonderen an Aktive in Nachhaltigkeitsprojekten und andere gesellschaftlich engagierte Initiativen. Felix Englisch hat nun eine Tutorial-Sammlung zu WECHANGE.de speziell für »Fridays for Future« auf Youtube zusammengestellt. Die Erklärvideos führen durch alle Funktionen der Plattform und erklären auch ein paar Hintergründe. Definitiv nicht nur für F4F interessant!

Weitere Infos gibt’s hier:
wechange.de/group/forum/note/wechange-tutorials-fur-fridays-for-future-und/

Antragsgrün 4.2.1 – kleines Update

Am Wochenende wurde ein kleines Update von Antragsgrün veröffentlicht. Es beinhaltet vor allem Fehlerbehebungen sowie kleine Verbesserungen für den Multi-Site-Betrieb. Wir empfehlen euch das Update über den Online-Updater im Backend von Antragsgrün einzuspielen. Der Aktualisierungsvorgang erfordert nur wenige Mausklicks und ist in weniger als einer Minute abgeschlossen.

Welche Probleme wurden behoben

  • Logos, deren Dateinamen bestimmte Sonderzeichen beinhalteten, wurden beim PDF-Export nicht angezeigt.
  • Schlagwörter mit dem &-Zeichen wurden zuvor falsch kodiert. Wichtig zu wissen: Die Fehlerbehebung verändert die alten Schlagwörter nicht rückwirkend, sondern kann nur die korrekte Erstellung neuer Tags sicherstellen.
  • Wenn Nutzer*innen Kommentare entfernt hatten, trug Antragsgrün bisher verwirrende Einträge ins Aktivitäten-Log ein.
  • Wenn Nutzer*innen ohne Login PDF-Dokumente zu Bewerbungsverfahren hochgeladen hatten, zeigte Antragsgrün bisher das PDF auf der Bestätigungsseite nicht korrekt an.
  • Das Aussehen von Links in der Seitenleiste ist nun einheitlicher.
  • Beim Anlegen der Liste von administrativen E-Mail-Adressen für Benachrichtigungen kann als Trennzeichen nun sowohl Komma wie auch Semikolon verwendet werden.

Verbesserungen im Multi-Site-Betrieb

Wenn Antragsgrün im Multi-Site-Modus betrieben wird, also eine gemeinsame Antragsgrün-Installation über mehrere Domains angesprochen werden kann, sind Plugins nun einzeln pro Subdomain aktivierbar. Ebenso setzt Antragsgrün nun die E-Mail-Adresse des Admins automatisch als Reply-To für Systemmails, falls für die Subdomain nichts Anderes eingerichtet wurde.

Noch kein Antragsgrün in Benutzung?

Wer Antragsgrün erstmalig installieren möchte, erhält die Installationsdateien wie immer direkt im öffentlichen Github-Repository: https://github.com/CatoTH/antragsgruen/releases. Die Installations-Datei (z.B. als ZIP) muss entpackt und in ein Verzeichnis bei eurem Webhoster transferiert werden. Beim ersten Aufruf des Verzeichnisses über euren Browser startet der Einrichtungsassistent, der die Datenbank und die erste Veranstaltung anlegt.

XMPP-Sprint: Wir machen uns unabhängig von WhatsApp & Co! (29.-31. März in Berlin)

XMPP-Logo

Die SMS hat ausgedient. Abgelöst wurde sie von WhatsApp, Threema, Telegram oder dem Facebook Messenger. Diese Dienste verbindet jedoch dasselbe Problem: Man ist jeweils komplett von einem Anbieter abhängig, vertraut ihm alle Chats und manchmal sogar das Adressbuch an. Dass es auch anders geht, zeigt der offene Jabber/XMPP-Standard: Ähnlich wie bei E-Mail ist man frei in der Wahl des Servers und der verwendeten Chat-App.
Vom 29.-31. März treffen sich Entwickler*innen aus mehreren Ländern Europas beim DBJR, um gemeinsam an Konzepten zu diskutieren, an konkreten Anwendungen weiter zu arbeiten und XMPP nutzerfreundlicher zu machen.
Der »XMPP-Sprint« richtet sich an alle, die tiefer in XMPP einsteigen möchten und im besten Fall auch Programmiererfahrung mitbringen. Für Neuinteressierte bieten wir am Samstagvormittag einen Workshop zum Einstieg in XMPP und dessen Nutzung. Mitbringen: Smartphone, Tablet oder Notebook.

Für weitere Informationen und Anmeldung wendet euch an: digital@dbjr.de

WECHANGE – Projekte organisieren, sichtbar machen und vernetzen

Wir haben hier schon gelegentlich über die genossenschaftlich entwickelte Plattform WECHANGE berichtet, mit der wir loser Kooperation zusammenarbeiten. Da sich immer häufiger Jugendgruppen und Projekte nach einer Möglichkeit umsehen, über die sie sich vernetzen und organisieren können, möchten wir euch die Ideen und Funktionen von WECHANGE heute ein wenig ausführlicher vorstellen. Da sich die Plattform ständig weiter entwickelt, haben wir einen Experten des Projekts gefragt: Wir danken Markus Kollotzek von WECHANGE für die Zusammenstellung der Informationen und das Beantworten unserer Fragen.

Ihr sucht einen digitalen Ort für euer Projekt und wollt dabei nicht auf Facebook, Google & Co. angewiesen sein? WECHANGE bietet euch eine Onlineplattform für Projektorganisation, bessere Sichtbarkeit und Vernetzung mit anderen Projekten. Was anfangs als Kooperation mehrerer unabhängiger Organisationen entstand, ist mittlerweile als offene Plattform gerade für Träger und Gruppen mit Verortung in bürgerschaftlichem Engagement interessant.

Für wen ist WECHANGE geeignet?

Menschen, die etwas auf dieser Welt bewegen wollen – sei es in Form einer kleinen Initiative oder einer großen Organisation. Über WECHANGE organisieren sich bereits verschiedene Projektgruppen (bspw. lokale Foodsharing-, Transition-Town- und Gemeinwohlökonomie-Gruppen). Und auch ganze Netzwerke nutzen WECHANGE, bspw. der Deutsch-Russische Jugendaustausch (DRJA).

Die Plattform ist zur Zeit auf Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch und Ukrainisch verfügbar. Sie kann sowohl direkt über WECHANGE.de wie auch als eigenständiges Portal mit eigener Adresse genutzt werden.

Die Plattform ist nutzbar für

  • Einzelne Engagierte
    • als digitale Dateiablage, Kalender, Linksammlung, etc. über ein Projekt
    • zur Suche und Vernetzung im Forum und über die Karte
  • Projekt-Arbeitsgruppen /Initiativen
    • Online-Zusammenarbeit in einem digitalen Arbeitsbereich (Projekt)
    • Projektdarstellung mit einer Microsite (wenn ihr also keine große Website selbst aufsetzen könnt oder wollt)
  • Als Intranet-Lösung für Organisationen
    • zur Organisation von Projekten und projektübergreifenden Gruppen
    • zur Kommunikation in die Organisation und nach Außen (Projektdarstellung, Forum, Website, Landingpage, Karte mit Projekt- und Schlagwortsuche
    • eigene Website, angepasstes Design, eigene Community

Was bietet WECHANGE?

Teams finden sich in Projekten zusammen. Gibt es eine Organisation, in der mehrere Projekte parallel laufen, kann diese eine „Gruppe“ eröffnen und die zugehörigen Projekte so zusammenfassen.

Die Landkarte von WECHANGE mit Filtermöglichkeiten je nach Interessenlage

Innerhalb der Projekte gibt es – erreichbar über ein Projekt-Dashboard – folgende Funktionsbereiche:

  • Dateien – hier können Dateien hochgeladen und in einer Ordnerstruktur organisiert werden
  • Dokumente – hier können beliebig viele Etherpads (s. a. https://jugend.beteiligen.jetzt/werkzeuge/tools/yourpart) und EtherCalcs erstellt und in einer Ordnerstruktur organisiert werden
  • Veranstaltungen – in einem Kalender können Veranstaltungen eingetragen werden
  • Aufgaben – es können Aufgaben erstellt und Projektmitgliedern zugeordnet und dokumentiert werden
  • Umfragen – Unterstützung im Bereich Entscheidungsfindung, Terminfindung
  • Neuigkeiten – ähnlich wie die Pinnwand bei Facebook können aktuelle Nachrichten veröffentlicht und dort diskutiert werden

Projektübergreifende Funktionen:

  • Nachrichten – es können Nachrichten an eine oder mehrere Personen oder Projekte versendet werden
  • Karte – es gibt eine Karte, auf der nach Personen, Veranstaltungen, Gruppen und Veranstaltungen gefiltert werden kann
  • Suche – in einer Suchfunktion werden alle für eineN NutzerIn sichtbaren Inhalte durchsucht

Für Fragen aller Art stehen eine Online-Hilfe sowie einige Tutorial-Videos zur Verfügung. Bei technischen Problemen hilft ein Supportteam. Organisationen können für ihren Bereich eigene Support-Beauftragte benennen.

Im Forum können sich Nutzer*innen austauschen und Ankündigungen veröffentlichen

Genossenschaftlich entwickelt… und betrieben

Die WECHANGE-Genossenschaft entstand vor einigen Jahren als ein gemeinschaftliches Projekt verschiedenster Akteure aus dem Feld des sozialökologischen Wandels. Die Plattform sollte dazu dienen, Ideen auszutauschen, Abstimmungen zu treffen, aber auch Dateien sicher zu lagern und Dokumente im Netz miteinander teilen, gleichzeitig bearbeiten und einsehen zu können.

Es sollte aber nicht „irgendein” Internet-Tool sein, sondern etwas, das zur Einstellung der zukunftigen Gründer*innen passte: fair, sicher und gemeinwohlorientiert. Die erste Version wurde 2014 ins Leben gerufen, seit 2016 ist WECHANGE als Genossenschaft registriert und um viele Erfahrungen, gemeisterte Herausforderungen reicher. Die Mitstreiter*innen stehen dabei nach wie vor voll hinter dem Konzept der Plattform von allen für alle.

Ende 2018 waren bei WECHANGE mehr als 25.000 Nutzer*innen registriert, die sich in über 3.000 Projekten und 300 Gruppen organisieren.

Die Nutzung von WECHANGE auf Projektebene ist frei und kostenlos zugänglich. Sobald es den Bedarf gibt, mehrere Projekte zu gruppieren, lässt sich eine kostenpflichtige aber günstige Gruppe einrichten.

WECHANGE setzt höchste Datenschutzanforderungen um; die mit grünem Strom betriebenen Server stehen in Deutschland. Da es sich um eine Open-Source-Lösung handelt, kann man sich den Quellcode herunterladen und einen eigenen WECHANGE-Server installieren.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass WECHANGE die Installation und Wartung für eine Organisation übernimmt. In so einem Fall kann das Entwickler*innen-Team auch spezifische Anforderungen umsetzen. Erweiterungen können zudem wieder ins Gemeinschaftsprojekt zurückfließen und kommen so allen WECHANGE-Nutzer*innen zugute.

WECHANGE unterscheidet sich von klassischen Plattformanbietern dadurch, dass keine kommerziellen Interessen verfolgt werden. Das macht sich auch durch die Rechtsform bemerkbar – eine Genossenschaft. Anstatt sich auf Risikokapital zu verlassen und sich somit zu ständig schnellerem Wachstum zu zwingen, setzt WECHANGE auf Mitgestaltung und nachhaltige Finanzierungsmodelle.

Technische Details und Lizenz

WECHANGE ist Open Source und wurde unter der Affero General Public License (AGPL) veröffentlicht. Die Plattform verfügt über Schnittstellen, wie z.B. die Ausgabe der Veranstaltungskalender als iCal.

Kontakt

WECHANGE eG | c/o Thinkfarm | Oberlandstraße. 26-35 | 12099 Berlin

Mail: support@wechange.de | Tel.: mittwochs 11-16h 030 / 54 90 99 90

Antragsgrün 4.2 im Anflug: Designwahl, private Notizen

In wenigen Tagen erscheint Antragsgrün 4.2. Bereits jetzt kann der erste, stabile Release-Kandidat (RC) ausprobiert werden. Darin enthalten sind Funktionen, die schon häufig und auch seit Langem nachgefragt wurden:

Screenshot Farbschema-Einstellungen
Farben und Schriften können nun selbst angepasst werden. (Klicken, um Bild zu vergrößern)

Das Design von Antragsgrün kann nun direkt über das Backend angepasst werden. Eurer Kreativität (oder euren CI-Designregeln) zu Farben und Schriftarten sind damit keine Grenzen mehr gesetzt. Und falls doch mal was schiefläuft: Alle Werte lassen sich wieder auf die Standardeinstellungen zurücksetzen. Seit einigen Monaten bestand darüber hinaus die Möglichkeit, das Seitenlogo pro Veranstaltung neu hochzuladen: Der neue Logo-Picker macht die Anpassungen nun komfortabler als bisher.

Als zweite große Neuerung wird die Möglichkeit eingeführt, dass Nutzer*innen private, also nicht nach außen sichtbare, Notizen zu Anträgen hinterlegen können. Diese Kommentarfunktion orientiert sich dabei an den Textabsätzen und ist vor allem zur Vorbereitung von Live-Diskussionen auf Tagungen nützlich.

Neben diesen beiden großen Neuerungen werden natürlich auch einige Fehler behoben, z.B. der Erstellung aller PDFs in ein ZIP-Paket. Wer sich jetzt bereits an die Vorabversion wagt, kann später natürlich jederzeit zur endgültigen Version von Antragsgrün 4.2 aktualisieren. Weitere Informationen findet ihr unter https://github.com/CatoTH/antragsgruen/releases.

Was ist eigentlich … ein »Cronjob«?

Wenn man neue Website-Anwendungen oder Online-Portale einrichtet, findet sich in der Installationsanleitung häufig auch der Hinweis, dass ein »Cronjob« einzurichten sei. Aber worum handelt es sich dabei eigentlich?

Cronjobs beinhalten Aufgaben, die regelmäßig oder zu bestimmten Zeitpunkten stattfinden sollen. Ein Beispiel wäre ein automatischer Versand von E-Mails zur Erinnerung an Fristen oder tägliche Zusammenfassungen eines Forums. Diese Mails werden in der Regel nicht jedes Mal von einem Menschen zusammengestellt, sondern von der Server-Software.

Gebraucht werden diese wiederkehrenden Aufgaben vor allem auf Systemen, die rund um die Uhr laufen: Backups werden automatisiert angelegt oder bestimmte Systembereinigungen können so regelmäßig zu weniger frequentierten Zeiten (meist nachts) ablaufen. Das Entkoppeln von Momenten hoher Systemlast und Hintergrundaufgaben, die auch zu anderen Zeitpunkten stattfinden können, stellt den neben termingebundenen Aufgaben einen weiteren großen Vorteil von Cronjobs dar – ein typisches Beispiel wäre die Aktualisierung eines Inhaltsindexes für die Suchfunktion: Diese muss nicht exakt in dem Moment geschehen, wenn ein neuer Artikel in die Datenbank eingetragen wird, sondern darf meist auch einige Minuten später erst erfolgen.

Auf Arbeitsplatzrechnern oder Notebooks hingegen sind Cronjobs seltener anzutreffen. Oft werden wiederkehrende Aufgaben wie die Suche nach neuen Antivirus-Signaturen einfach jedes Mal bei Systemstart durchgeführt.

Für einen Cronjob benötigt man die Aufgaben, die erledigt werden sollen, niedergeschrieben in einem Programmskript. Skripte in einer Programmiersprache wie PHP, die gerade bei Website-Anwendungen sehr beliebt ist, kann aber von einem Server nicht direkt verstanden werden, sondern muss von einem »Interpreter« übersetzt werden. Welcher das ist, muss beim Einrichten eines Cronjobs ebenfalls angegeben werden. Und schließlich sind die Zeitangaben für das Ausführen wichtig – hier gibt es eine Fülle von Möglichkeiten (siehe Grafik).

Dieser Cronjob läuft jeden Morgen um 7:00 Uhr.

Cronjobs werden tabellarisch in einer Crontab-Datei abgespeichert. Bei Webhosting-Providern ist häufig eine grafische Benutzeroberfläche vorhanden, um die Jobs einzutragen und zu verwalten. Leider sind dabei oft Begrenzungen vorgegeben, z.B. dass mindestens zwei Stunden zwischen der Ausführung eines Cronjobs liegen muss. Für Web-Anwendungen, die häufiger solche Hintergrundaufgaben benötigen, kann man den Cronjob dann ggf. mehrfach anlegen: Während der erste z.B. zu allen ungeraden Stunden ausgeführt würde, wäre Cronjob 2 für alle geraden Stunden zuständig.

Gelegentlich sind Cronjobs mit Zugriffstokens abgesichert, d.h. nur wenn man eine Art Passwort mit übermittelt, wird der Cronjob ausgeführt. Dieses Verfahren setzen wir u.a. im ePartool ein, um sicherzustellen, dass ein Cronjob nicht missbräuchlich zum Spam-Mail-Versenden fehlgeleitet werden kann.