Datenschutzfreundliche Alternativen zu Facebook & Co

[Update 18.07.2018: Abschnitt zu Humhub sowie Details zu anderen Plattformen ergänzt.]

Nicht erst seit den beiden jüngsten Datenskandalen rund um Facebook (Stichwort „Cambridge Analytica“, sowie Sammlung von SMS- und Anrufdaten) überlegen sich Viele, was eigentlich mit den eigenen Fotos, Nachrichten und „Gefällt mir“-Bewertungen passiert, nachdem sie einmal ins Netz gelangt sind. Eine Kontrolle darüber, wer auf Seiten der Dienstebetreiber private Nachrichten mitliest, ist aus Nutzersicht nicht möglich (s. z.B. „Microsoft liest heimlich Skype-Chats mit”). Ob Daten je wieder gelöscht werden können, scheint unsicher („Dropbox gesteht jahrelange Speicherung gelöschter Dateien“, „Facebook does not erase user-deleted content“).

Oft ist auch die Abgrenzung zwischen Komfortfunktionen und Datenausspähung nicht so einfach vorzunehmen. Wer will schon alle Freunde einzeln mit Telefonnummer, Profilbild, E-Mail-Adresse und Messenger-ID ins Smartphone eintippen, wenn die Übertragung auch automatisiert vonstatten gehen kann?

Eine Sache ist also klar: Ganz ohne Datenweitergabe sind öffentlicher Austausch und private Kommunikation nicht machbar. Aber es gibt Möglichkeiten, zumindest die Datenpreisgabe ein wenig einzudämmen.

Symbolbild zum Artikel (Foto: Marvin Meyer | Unsplash.com)

Die dezentrale Gemeinschaft: Eine „Föderation“ im sozialen Netzwerk

Seit mehreren Jahren versuchen verschiedene Entwickler_innen, eine solide Basis für soziale Netzwerke zu erfinden, die Werkzeuge zum Teilen von Inhalten mit dem Bedürfnis für Privatheit in Einklang bringen. Das soll vor allem dadurch gelingen, dass man die Hoheit über die eigenen Daten am besten gar nicht hergibt. Stattdessen könnte ein eigener Server aufgesetzt werden, der wiederum das eigene soziale Netzwerk beherbergt. Dabei gibt es natürlich die Auswahl zwischen „selbst hosten oder mitbenutzen“.

Dieser Lösungsansatz alleine würde natürlich zu kurz greifen: Wenn jede_r nur den eigenen Server bedient, wie wäre dann ein Austausch von Bildern und Nachrichten möglich? Die Antwort ist, dass sich Server verbinden lassen, über eine sogenannte „Föderation“. Als Nutzer_in muss ich mich dabei nur insoweit umgewöhnen, dass ich die Freunde nicht nur über den Namen, sondern mit einer Kennung ähnlich einer E-Mail-Adresse finde. Das Format wirkt vertraut und ist auch für Neulinge eingängig: name@server – und schon ist man in Kontakt (vorausgesetzt man wurde nicht geblockt 😉).

Dieser dezentrale Ansatz findet immer mehr Eingang in die verschiedensten Open-Source-Plattformen und löst zugleich ein weiteres Problem: Bei Diensten wie Facebook, Google+, Whatsapp und Anderen ist man mehr oder weniger an die spezifische Herstellersoftware gebunden. Als Nutzer_in gibt es kaum Möglichkeiten sich die Funktionen und das Aussehen selbst zusammenzustellen oder gar auf alternative Produkte auszuweichen. Nach einem Wechsel der Plattform sind bei den marktbeherrschenden Diensten auch alle dortigen Kontakte verloren.

Bereits in den Anfangstagen des Internets wurden die Grundlagen für eine dezentrale Vernetzung und Freiheit bezüglich der konkret eingesetzten Software gelegt: Jede_r kann für sich selbst entscheiden, welches E-Mail-Programm man nutzen möchte, mit welchem Webbrowser man sich auf Websites bewegt oder über welche Anwendung man an den Chats im IRC teilnimmt. Abgeschlossene Plattformen mit festem „App-Ökosystem“ sind daher eher eine Entwicklung aus kommerziellen Interessen heraus.

 

Open Source to the rescue! Friendica, Diaspora, Hubzilla und andere

Mittlerweile gibt es mehrere freie Entwicklungen, die die Nachfolge von Facebook & Co. antreten wollen. Seit 2010 wird das Projekt »Diaspora*« vorangetrieben, für das sich aktuell ungefähr 650.000 Nutzer_innen eingeschrieben haben. Die verteilten Server, „Pods“, laufen auf der Computersprache Ruby. Da dies auf günstigen Webhostings eher nicht verfügbar ist, kann man sich alternativ »Friendi.ca« und »Hubzilla« ansehen. Diaspora verfügt derzeit als einziges der genannten Projekte auch über eine deutschsprachige (Erklär-)Website.

Die Vorteile der freien Wahl der Plattform, die aufgrund der Föderation auch mit den anderen Plattformen in Austausch treten kann, sind zugleich gelegentlich auch deren Nachteil: Jedes Softwareprojekt hat seine Stärken und Schwächen. Während möglicherweise bei einem der Projekte die Erweiterbarkeit durch jederzeit neue Plugins im Vordergrund steht, verlegt sich das andere vielleicht auf besondere Freiheiten für nomadische Profile.

Diaspora* ist zwar durch seine Crowdfunding-Kampagne vor wenigen Jahren stark in den Medien sichtbar gewesen; das bedeutet aber nicht, dass die „stilleren“ Projekte weniger leisten. Friendi.ca ist beispielsweise auch mit dem Hintergedanken ins Leben gerufen worden, dass Neuigkeiten und Informationen aus anderen Social Networks dort mit abgeholt werden können: Der eigene Umstieg auf Friendi.ca sollte also die bestehenden Kontakte in anderen Netzwerken weiter sichtbar und verfügbar halten. Dass Facebook & Co diese Öffnungsbestreben kritisch beäugen und teilweise aktiv bekämpfen, ist dabei leider auch nicht überraschend. »Hubzilla« wird des Öfteren als „eierlegende Wollmilchsau“ beschrieben, da auch Cloud-Funktionen wie Dateiablagen oder Netzwerkordner hier funktionieren. Allerdings fühlt man sich anfangs auf der Plattform ziemlich allein, da eine Pinnwand wie in anderen Netzwerken zuerst einmal fehlt. Insgesamt sind alle Aussagen über die eine oder andere Plattform auch relativ: Die Software-Projekte entwickeln sich aktiv weiter und lernen voneinander. Fehlende Funktionen werden nachgereicht, bestehende bekommen zusätzliche Verbesserungen.

Ebenfalls nicht ganz einheitlich ist die Benennung von eigentlich den selben Dingen: Während die verteilten Server bei Diaspora* als „Pods“ bezeichnet werden, nennt sie die freie Twitter-Alternative aus Jena, »Mastodon«, ganz technisch einfach „Instanzen“. (Eine Einführung zu Mastodon findet sich bei bento.)

Recht schnell zu verstehen ist das ebenfalls frei verfügbare »Humhub«. Es verfolgt zwar keinen föderierten Ansatz, sondern ist eher als „Social Intranet“ zu verstehen. Die Serveranforderungen sind ebenfalls nicht allzu hoch: Humhub kann ebenso wie Hubzilla oder Friendi.ca schon auf einem einfachen Webhosting installiert und durch Erweiterungen im Funktionsumfang aufgepimpt werden. Allerdings stößt man dabei derzeit noch schnell an funktionale Grenzen, wenn man von weiteren Anwendungen auf Kalender oder Kontakte zugreifen wollte. Erst eine kostenpflichtige „Enterprise Edition“ ergänzt fehlende Möglichkeiten.

Wem der konkrete Einstieg in eigene Server und föderierte Plattformen noch etwas zu kompliziert erscheint, kann sich auch bei nicht-gewinnorientierten, genossenschaftlich organisierten Social-Media-Plattformen registrieren. Eine davon ist die in Berlin angesiedelte Community von »Wechange.de«. Hier liegt der Fokus aber deutlich auf Vernetzung von thematisch aufgestellten Gruppen. Immerhin über 17.000 engagierte Personen tummeln sich mittlerweile auf dieser Plattform.

 

Dateien austauschen, Projekte managen: Nextcloud / Owncloud

Auf ein föderiertes Konzept setzen auch die populären „Clouds zum Eigenbau“, Nextcloud und sein Ahn Owncloud. Beide stellen in der fast überall zu betreibendenen Grundausstattung einen praktischen Ersatz für Dateiaustausch-Dienste wie Dropbox oder Google Drive dar und sind mit allen Arten von Betriebssystemen nutzbar. Sie können durch eigene oder zentrale Plugins erweitert werden, so dass auch ein selbst verwalteter Terminfinder (wie Doodle), Videotelefonate (Skype, Hangouts, Facetime) oder Projektmanagement-Werkzeuge zur Verfügung stehen.

 

Der Einstieg in diese neue Welt der eigenen Social-Media-Föderation ist nicht ganz leicht. Eine gewisse Lernkurve muss man in Kauf nehmen. Aber es lohnt sich!

Antragsgrün 3.8: Überschriften ändern, Texte vergleichen, Verfahrensvorschläge [Update 28.03.]

Nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit ist mittlerweile Antragsgrün 3.8 erschienen: Nur eine Woche nach Version 3.8.0 konnte noch ein kleines Update auf 3.8.1 [Update 28.03.: 3.8.2] veröffentlicht werden. Wir beschreiben die Versionen in einem Rutsch:

Praktische neue Funktionen: Überschriften und Datum ändern, Texte vergleichen

Oft nachgefragt und endlich auch verfügbar: Änderungsanträge für den Titel eines Dokuments sind nun auch in der Laschenansicht sichtbar.

Bildschirmfoto zur Laschenansicht bei Änderungen zur Überschrift.

Beispiel der Laschenansicht bei Änderungseingaben zum Dokumenttitel

Das Veröffentlichungsdatum eines Antrags kann nun in der Verwaltung bearbeitet werden.

Nach dem Ersetzen eines Antrags durch eine neue Version, z.B. durch das Zusammenführen von Änderungsanträgen, gibt es nun eine Ansicht, die beide Versionen der Anträge vergleicht. Auf diese Weise ist es viel einfacher zu sehen, was sich tatsächlich geändert hat.

Verfahrensvorschläge und abhängige Änderungen

Ganz neu ist die Möglichkeit interne und auch öffentlich sichtbare Verfahrensvorschläge zum dem Umgang mit Anträgen und Änderungsanträgen einzustellen. Dies ist über die Verwaltungsoberfläche beim Aufruf des entsprechenden Texts oben im Kopfbereich möglich.

  • Admins einer Veranstaltung können das vorgeschlagene Verfahren für einen Antrag / eine Änderung verwalten. Dazu gehört das Setzen eines Statusvorschlags und einer modifizierten Version des Änderungstexts.
  • Antragstellende könen über diesen Vorschlag informiert werden und diesem optional zustimmen.
  • Anträge und Änderungsanträge können zu Abstimmungsblöcken zusammengefasst werden, um anzugeben, welche sich im Falle einer Abstimmung gegenseitig ausschließen.
  • Das vorgeschlagene Verfahren und die Abstimmungsblöcke werden optional auf einer eigenen Seite veröffentlicht.
Bildschirmfoto zur neuen Funktion »Verfahrensvorschlag«

Im Bereich »Verfahrensvorschlag« können verschiedene Optionen zum Status ausgewählt werden. Entsprechend ändern sich auch die verfügbaren Optionen, z.B. für einen internen oder öffentlich sichtbaren Kommentar oder für gemeinsam abzustimmende Blöcke.

Aktualisierter Unterbau

Antragsgrün ist jetzt kompatibel mit PHP 7.2. Wir empfehlen auf jeden Fall mindestens das im Dezember 2016 erschienene PHP 7.1 einzusetzen, da mit älteren Versionen Fehler auftreten können.

Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für Mailjet als E-Mail-Service. Dadurch ist es nun möglich an größere Mail-Verteiler Nachrichten zu versenden, falls dies auf dem eigenen Server nicht möglich ist.

Entfernt wurde die Unterstützung für OpenSlides 1; Antragsgrün unterstützt künftig nur OpenSlides 2.1 oder neuer.

Fehlerbehebungen

Zahlreiche kleinere Probleme wurden behoben, u.a.

  • Ein Fehler in der Zeilennummerierung nach manuellen Zeilenumbrüchen wurde behoben.
  • „Alle Änderungen akzeptieren/ablehnen“ wird nur beim Zusammenführen von Änderungen angezeigt, wenn es tatsächlich Änderungen zum Zusammenführen gibt.
  • Das Entfernen anderer Administratoren aus einer Abfrage war mit einigen Browsern nicht möglich.
  • Die Stilvorlagen (CSS) sind etwas umfangreicher geworden, da sie auf Spezialfälle in Browsern mehr eingehen (Hersteller-Präfixe). Dadurch wird die Seitengröße etwas erhöht, aber auch die Browser-Kompatibilität.
  • Der „Antrag stellen“-Button in der Tagesordnung funktionierte nicht, wenn der_die Nutzer_in nicht angemeldet war.
  • Beim Download der PDF-Sammlung von Anträgen / Änderungen ging manchmal die Dateierweiterung verloren.
  • Beim Zusammenführen von Änderungen in einen Antrag, der bereits „NEU“ / „NEW“ im Präfix hatte, konnte das Programm wegen inkonsistenter Behandlung von Groß-/Kleinschreibung abstürzen.
  • Die Generierung von Open Document ist jetzt etwas toleranter gegenüber nicht unterstützten HTML-Tags.
  • Wenn ein Admin ein Benutzerkonto im Backend angelegt hat, funktionierte das Senden von E-Mails an diese_n Nutzer_in nicht.

Das komplette (englische) Changelog befindet sich wie immer unter https://github.com/CatoTH/antragsgruen/blob/v3/History.md. Ein fertiges Installationspaket für Webhostings kann heruntergeladen werden unter https://www.hoessl.eu/antragsgruen/antragsgruen-3.8.2.tar.bz2.

Für Mutige: ePartool 4.9.0 zum Ausprobieren [+ Update 14.03.]

Heute veröffentlichen wir die Vorabversion v4.9.0 des ePartool. Sie beinhaltet große Neuerungen, darunter die im Dezember vorgestellte Möglichkeit für ortsbasierte Beteiligungsrunden, neue Voting-Varianten (Sterne, Herzen, Ja/Nein-Umfragen) und die neue vertikale Ansicht von Reaktionen und Wirkung.

Die aktuelle Version 4.9.0 hat leider noch ein paar bekannte Probleme, u.a. ist die Installation in einem Unterverzeichnis nicht möglich. Kommende Woche werden wir ein fehlerbereinigtes Release vorlegen und die neuen Funktionen in einem ausführlichen Artikel vorstellen.

[Update 14.03.] Mittlerweile liegt Version 4.10.1 vor, die mehrere Probleme mit dem Installer behoben hat.

Das aktuelle Installationspaket findet ihr wie immer auf der Seite »Download / Installation«.

ePartool: Mindestvoraussetzungen aktualisiert (PHP 7.1, MySQL 5.7, Verschlüsselung)

In wenigen Tagen erscheint das ePartool mit Unterstützung von regionalen Beteiligungsrunden (Landkarten-Funktionen) sowie Neuerungen bei den Abstimmungsmöglichkeiten (verschiedene Designs und Ja/Nein-Abstimmungen). Diese weitreichenden Änderungen haben wir zum Anlass genommen, die Mindestvoraussetzungen an das ePartool zu aktualisieren.

Wir empfehlen serverseitig den Umstieg auf PHP 7.1, das im Dezember 2016 erschienen ist. PHP 7.0 wird offiziell vom Hersteller noch bis Dezember 2018 gepflegt, jedoch werden wir das ePartool nur noch auf mindestens PHP 7.1 testen. Auch hinsichtlich der Datenbank empfehlen wir euch eine Aktualisierung. Der MySQL-Server 5.7 erschien bereits im Oktober 2015 – auch hier werden wir ältere Versionen nicht mehr in Tests berücksichtigen.

Zu guter Letzt gibt es nun eine verpflichtende Mindestanforderung an das ePartool: Die Übertragungsverschlüsselung (https) ist Voraussetzung für das Funktionieren der Landkarten-Funktionen. Hierfür wird ein sogenanntes SSL-Zertifikat benötigt, was allerdings bei Installationen der letzten Jahre auch schon längst üblich gewesen sein sollte: Ihr schützt doch sicherlich die Daten und Passwörter eurer Nutzer_innen, nicht?

Bei Fragen zu den Umstellungen helfen wir euch gerne weiter.

Barcamptools 2.5: E-Mails, Session-Favoriten, Sessionplan und Liste der eigenen Barcamps

Wir haben die Camper-Software weiter entwickeln lassen: Auf barcamptools.eu läuft jetzt die aktuelle Version 2.5. Im Folgenden stellen wir euch die wesentlichen Neuerungen vor.

Ändern der E-Mail-Adresse

Profilanzeige bei den barcamptools

Das Profil des Camper-Programmierers Christian Scholz

Es ist nun endlich möglich, die eigene E-Mail-Adresse zu ändern. Dazu geht ihr einfach auf euer Profil und dort befindet sich ein Button zum Ändern der E-Mail-Adresse. Diese muss natürlich zunächst noch per Double-Opt-in bestätigt werden: Ihr bekommt eine E-Mail zugesandt, in der ihr per Bestätigungsklick der Änderung zustimmt.

Ändern der Reply-To-Adresse bei Newslettern

Ihr könnt als Barcamp-Admin jetzt auch eine eigene Reply-To-Adresse für den Newsletter setzen. Damit könnt ihr sicherstellen, dass Feedback auf eure Aussendungen auch wieder bei euch ankommen. Im Newsletter-Screen habt ihr dazu einen neuen Button, der euch eine Mailadresse setzen lässt. Auch diese muss natürlich zunächst freigeschaltet werden. Löschen könnt ihr sie natürlich auch wieder.

Eigene Newsletter-Absende-Adresse setzen

Session-Favoriten

Als Teilnehmende könnt ihr im Sessionplan jetzt Sessions für euch als Favoriten markieren. Unter dem Sessionboard findet ihr außerdem einen Button, mit dem ihr die Anzeige auf „nur Favoriten“ umschalten könnt.

Sessionfavoriten setzen

Session-Plan druckenSessionplan ausdrucken

Als Barcamp-Administrator könnt ihr in der Sessionverwaltung nun nicht nur Blätter mit Raum- und Zeiten drucken, sondern euch auch den Sessionplan pro Raum als PDF ausgeben lassen. Diesen könnt ihr dann z.B. an die einzelnen Räume hängen.

Dazu müsst ihr dies einfach in dem Dropdown unten auswählen.

 

Liste meiner Veranstaltungen auf der StartseiteDie Liste eurer Barcamps

Schlussendlich gibt es nun auch eine Liste der Barcamps, an denen ihr teilgenommen habt oder teilnehmen werdet. Diese findet ihr direkt auf der Startseite, wenn ihr eingeloggt seid unter „Meine Veranstaltungen“ (ggf. etwas runterscrollen, wenn viele Barcamps aktiv sein sollten).

 

Was ist eigentlich… eine „Lootbox“?

Eine „Lootbox“ ist ein virtuelles Objekt in Videospielen, das Spieler_innen für andere virtuelle Gegenstände einlösen können – eine Art Schatzkiste also. Der Inhalt ist in der Regel vorher nicht bekannt: Das können z.B. Werkzeuge oder Waffen zur weiteren Nutzung im Spiel sein oder eine Anpassung oder Kostümierung des Charakters, den man spielt. Eine Lootbox kann man sich mit realem Geld kaufen. Eine andere Möglichkeit ist, sich die Lootbox innerhalb des Spiels zu erspielen, indem man Kämpfe gewinnt oder Rätsel löst, sogenannte „Quests“. Manchmal erhält man Lootboxen auch als Teil einer Promotionsaktion außerhalb eines Spiels.

Lootbox Symbolbild

(Foto: Tim Evans | unsplash.com/photos/Uf-c4u1usFQ)

Welche Gegenstände ein Charakter aus einer Lootbox erhält, berücksichtigt normalerweise nicht, was er gerade brauchen kann. Allerdings lassen sich die über die Lootbox erhaltenen Gegenstände mit anderen Spielern handeln oder tauschen.
Lootboxen werden aufgrund ihres Glücksspielcharakters teils kritisch gesehen. Der Versuch, Lootboxen zu erringen oder sich durch den Erwerb vorher nicht bekannter Gegenstände einen Vorteil zu verschaffen, kann den Suchtfaktor eines Spiels erhöhen. Spieler_innen kritisieren die Entwickler von zum Teil hochpreisigen Spielen, wenn diese durch die Lootboxen weitere Investitionen nötig machen (sogenannte „Pay-to-win-Elemente“). Auch der Tausch oder Handel von durch Lootboxen gewonnenen Gegenstände in echtes Geld oder gegen andere, wertvolle Gegenstände ist mitunter problematisch.

Erstmalig in Erscheinung traten Lootboxen zirka im Jahr 2007, wie z.B. im chinesischen Computerspiel „ZT Online“. Oft werden für diese „Beuteboxen“ auch andere Ausdrücke verwendet, wie „booster pack“, „loot crate“ oder „prize crate“.

Beurteilung und Kritik der Lootboxen unterscheidet sich stark von Spiel zu Spiel, je nachdem, wie wichtig die erhaltenen Gegenstände für den weiteren Spielverlauf sind und wie die jeweiligen Inhalte errungen werden können. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat diesem Thema auf ihrer Website einen Abschnitt unter dem Aspekt „Jugendschutz“ gewidmet: www.usk.de/service/lootboxen-und-jugendschutz/.

In mehreren Staaten unterliegen Lootboxen den jeweiligen Glücksspielgesetzen (vgl. Übersicht in der englischen Wikipedia). Apple hat im Frühjahr für Anwendungen in seinem App Store mittlerweile vorgeschrieben (developer.apple.com/app-store/review/guidelines/, Abschnitt 3.1.1), dass eine Transparenz über die tatsächlichen Gewinnchancen hergestellt werden muss: Spieler_innen müssen darüber informiert werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist bestimmte Gegenstände in Lootboxen zu finden. Noch einen Schritt weiter geht der Jugendmedienschutz in Deutschland: Die WELT AM SONNTAG meldet, dass die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten aufgrund der Ergebnisse einer Untersuchung der Universität Hamburg derzeit ein gänzliches Verbot von Pay-to-win-Elementen und Lootboxen prüft.

Heute ist „Safer Internet Day“

Am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats findet jährlich der „Safer Internet Day“ statt. Die Zielsetzung an diesem „Tag für mehr Internetsicherheit“ ist über Aktionen und Informationen eine langfristige Sensibilisierung und Stärkung der Medienkompetenz für die Gefahren im Internet zu fördern. Mit jährlich wechselnden Schwerpunkten wird eine Bandbreite von Themen abgedeckt: „Safer“ kann das Internet ja in vielerlei Hinsicht sein.

Im Jahr 2018 steht der Aktionstag in Deutschland unter dem Motto »Alles Unter Kontrolle?!«. Es soll darum gehen, wie souverän und selbstbestimmt wir alle eigentlich online unterwegs sind.

Logo des Safer Internet Day 2018 [Quelle: saferinterneday.org]

Logo des Safer Internet Day 2018 [Quelle: saferinterneday.org]

Damit der Safer Internet Day nicht nur ein Tag von Pressemitteilungen bleibt, fördern die Europäische Union und verschiedene Ministerien eine Vielzahl von Online-Angeboten, die von Telefonberatung und Jugendschutzmaßnahmen über eine Internet-Beschwerdestelle bis hin zu Fortbildungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene reichen. Einen guten Einstieg bzw. Übersicht über die verschiedenen Angebote gibt es unter der Adresse www.saferinternet.de. Einen großen Pool an Angeboten, sortierbar nach Sprachen und Altersspanne der jeweiligen Zielgruppe, gibt es unter www.saferinternetday.org/web/sid/resources/gallery.

Keine Chance für Hetze dank der »Internet-Beschwerdestelle«

Als Lesezeichen setzen kann man sich dabei auch die „Internet-Beschwerdestelle“, die sich um Inhalte in Deutschland und weltweit kümmert. Dabei klärt die Website auch über die Art der Inhalte und über die Verfahrenswege auf, die nach eine Beschwerde getätigt werden. Los geht’s auf: internet-beschwerdestelle.de

VotAR: Digitale Stimmkarten für digitale Abstimmung

Ansicht der digitalen Stimmkarte. Die Größe stellt sich automatisch auf euer Endgerät ein.

Vor einigen Monaten haben wir euch die Android-App »VotAR« vorgestellt, die Abstimmungen in realen Treffen digital auszählen kann. Ende Dezember stellten wir euch dann eine deutschsprachige Anleitung der englisch-französischen App zur Verfügung.

Aus euren Rückmeldungen wissen wir, dass der Ausdruck von farbigen Stimmkarten aus mehreren Gründen schwierig ist: Nicht immer steht ein Farbdrucker zur Verfügung und eine Menge teurer Druckerfarbe und Papier könnte eingespart werden, wenn man die Stimmkarten einfach auf seinem Tablet oder Smartphone anzeigen würde. Erste Versuche mit einer Anzeige des Stimmkarten-PDF direkt auf dem Mobilbildschirm erwiesen sich als unpraktisch: Die Stimmkarte muss ja je nach Meinungsäußerung gedreht werden – aber das Endgerät versucht weiterhin das PDF „richtig“ anzuzeigen.

Euren Wünschen sind wir nun mit einer „digitalen Stimmkarte“ für VotAR nachgekommen. Ihr ruft auf dem Endgerät (Smartphone, Tablet, Notebook) die Seite https://lab.dbjr.de/votar auf und könnt sofort loslegen. Die digitale Stimmkarte verbraucht nur wenige Kilobytes, so dass euer Mobilfunkvertrag geschont bleibt. Daten über Abstimmungsklicks werden keine zum Server übertragen, sondern rein auf euren Endgeräten verarbeitet.

Weitere Informationen (Stimmkarten usw.) zu dieser App findet ihr auf unserer Übersichtseite zu VotAR.

Barcamptools: Kostenfreie und kostenpflichtige Barcamps managen

In der gerade veröffentlichten Version verbessern wir den Workflow beim Anlegen von neuen Barcamps und fügen im Feld-Editor einen neuen Typ „Auswahl-Feld” hinzu.

Verbesserter Workflow beim Anlegen eines Barcamps

Mit der Implementierung des Ticketmodus unterscheiden wir nun genauer zwischen einem kostenfreien und einem kostenpflichtigen Barcamp. Je nachdem, wie ihr euch entscheidet, wird das Barcamp unterschiedlich konfiguriert.

Bei einem kostenfreien Barcamp bleibt an sich alles beim alten. Allerdings ist auch hier jetzt die Angabe eines Impressums Pflicht.  Dieses Feld daher nun direkt beim Anlegen eines Barcamps abgefragt.

Danach könnt ihr wie gewohnt Teil-Veranstaltungen anlegen, zu denen sich Besucher (kostenfrei natürlich) anmelden können. Alternativ könnt ihr auch den Ticketmodus nutzen, müsst es aber nicht.

Bei einem kostenpflichtigen Barcamp wird automatisch der Ticketmodus angeschaltet.  Daher sind folgende Angaben Pflicht:

  • ein Impressum
  • die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  • die Widerrufsbelehrung
  • eine Kontakt-E-Mail-Adresse

Leider können wir hier keine AGB und Widerrufsbelehrung vorgeben, da wir keine Rechtsberatung anbieten. Ihr müsst also selbst darauf achten, dass ihr die rechtlichen Rahmenbedingungen einhaltet.

Solange ihr diese Angaben nicht getätigt habt, kann das Barcamp nicht veröffentlicht werden.

Ein kostenpflichtiges Barcamp liegt dann vor, wenn auf irgendeine Art, z.B. eine Überweisung, für die Teilnahme gezahlt werden muss. Das gilt auch für reine Selbstkostenbeiträge: In so einem Fall findet eine Transaktion statt, die bestimmten rechtlichen Bedingungen unterliegt. Um dies beim Anlegen eines Barcamps deutlicher zu machen, gibt es beim Anlegen nun einen weiteren Schritt, in dem ihr entscheiden müsst, ob euer Barcamp kostenfrei oder kostenpflichtig ist:

Achtet also bitte beim Anlegen darauf, welche Auswahl ihr trefft.

Neues Auswahl-Feld im Formulareditor

Der Formulareditor wurde in dieser Version um ein Auswahl-Feld ergänzt. So sieht dies im Backend aus:

Bugfixes und kleinere Erweiterungen

Zusätzlich haben wir uns noch um ein paar kleinere Dinge gekümmert, u.a.:

  • Der Bereich „Legales“ wurde in die Admin-Checkliste mit aufgenommen, um klarer zu machen, dass diese Angaben ggf. noch fehlen
  • Das Ticket-Anlegen wird nun ebenfalls in der Admin-Checkliste abgefragt
  • Eine Barcamp-URL kann nun mit und ohne / aufgerufen werden ohne einen 404 zu erzeugen
  • Die Berechnung des Fortschritt-Balkens wird nun richtig durchgeführt, so dass man sein Barcamp nun auch zu 100% vervollständigen kann.

 

Wie kann ich die neuen Funktionen nutzen?

Der »Camper« ist freie Software. Ihr könnte ihn selbst auf eurem Server installieren oder über unsere barcamptools.eu direkt ein eigenes Barcamp anlegen.

ePartool 4.8.3 – Bugfixes im Abstimmungsmodul

Während bei uns emsig daran gearbeitet wird euch demnächst die Landkartenfunktion und neue Möglichkeiten beim Voting zu präsentieren, veröffentlichen wir zwischendurch noch ein kleines Fehlerbehebungsupdate zum ePartool in der bisherigen stabilen Linie. Das Update beinhaltet keine neuen Funktionen, nur Fehlerbereinigungen.

Korrigiert wurden unter anderen ein Fehler beim Abstimmen mit aktiviertem „Superbutton“ sowie Backendfunktionen, die die Abstimmungsbeiträge splitten und zusammenfügen.

Hier geht’s zur »Download- und Installationsseite«.

[Update 01.02.2018: Bei den Installer-Paketen fehlte aufgrund eines Versehens die »ePartool-Readme.md«, die technische Feinheiten erläutert. Diese haben wir nun wieder integriert.]